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Outdoorküche

Kochen macht glücklich. Was macht eine Outdoor-Küche? Glücklicher. Im Freien das Essen zubereiten, dort den Tisch decken und genießen: All das ist optimierbar mit einer Außenküche. Allerdings: Was eine richtige Outdoor-Küche werden soll, muss gut durchdacht sein.

Um einen Wodka Martini, geschüttelt, nicht gerührt, in einer richtigen Außenküche schnell im Freien zuzubereiten, braucht es eine gute Organisation, denn für einen Kühlschrank mit Gefriermöglichkeit sowie alle anderen Geräte ist ein fester und ebener Untergrund unerlässlich. Holz, Fliesen oder Naturstein sorgen für einen festen Boden unter den Füßen. Sie haben Vor- und Nachteile: Holz braucht viel Pflege, Naturstein nimmt oft Fettspritzer übel und Fliesen müssen rutschfest und frostbeständig sein. Betonböden sind derzeit voll im Trend und eignen sich bestens als Boden, sind aber auch ein schickes und modernes Gestaltungselement für die Arbeitsplatte. 

Die überdachte Outdoor-Küche

Wer auch im Winter seine Außenküche nutzt, sollte über ein richtiges Dach über dem Kopf nachdenken. Eine wasserdichte Konstruktion schützt vor Regen und Schnee, im Sommer vor zu viel Sonne – nicht nur Sie, sondern auch Ihre Küchengeräte. Eine einfache und variable Version ist ein Sonnensegel, möglichst undurchlässig gegen Wasser und versehen mit UV-Schutz. Ein Sonnensegel hat einen Vorteil: Es lässt sich in windigen Zeiten schnell abbauen und kann ruckzuck in der Garage verstaut werden. Ein festes Dach mit Holzkonstruktion und eventuell Pfannen oder Glas bleibt, wenn es einmal steht, wo es ist. Dafür ist es widerstandsfähiger, benötigt aber eventuell eine Baugenehmigung. Die zuständige Stelle der Stadtverwaltung weiß Rat.

Bild: iStockphoto.com/Brizmaker

Optimal: kurze Wege ins Innere

Je größer der Garten, umso größer sind die Möglichkeiten bei der Standortwahl. Eine Outdoor-Küche unter altem Baumbestand, auf einem Podest mitten auf dem Rasen als lukullische Insel, auf der bereits bestehenden Terrasse, an der Garagen- oder Hauswand als fester Anbau: All das hängt von den Gegebenheiten am Haus und im Garten ab. Lange Laufwege, um an die schön gedeckte Tafel zu gelangen, vermeiden Sie mit der Draußen-Küche ohnehin, wenn sie perfekt ausgestattet wird und Sie alles gleich zur Hand haben. 

Was für den Boden gilt, gilt auch für die Küchenelemente: Wetterbeständiges Material ist gefragt. Damit es den Kühlschrank draußen nicht eiskalt erwischt, sollte er spritzwassergeschützt und möglichst mit Sicherheits-Glastüren mit UV-Filter ausgestattet sein. Die Spüle im Open-Air-Bereich erleichtert das Leben. Aus Edelstahl oder Keramik: Am besten ist sie robust und kratz- und schlagfest genug, um auch das Säubern von großen Porzellanformen oder Grillrosten zu überstehen. 

istockphoto.com / DisobeyArt

Der Grill als Küchen-Zentrale

Die einen sagen: „Nichts geht über ein saftiges Steak vom Holzkohlegrill, weil da die Aromen besonders dem Gaumen schmeicheln.“ Andere wiederum bevorzugen den Gasgrill. Sie erkennen keinen Unterschied im Geschmack, aber sehen klar den Vorteil: Ein Gasgrill macht weniger Arbeit beim Säubern, weil das Entsorgen der Holzkohle lästig ist. Wie auch immer Sie sich entscheiden: Achten Sie beim Kauf Ihrer „Küchenzentrale“ auf Wetterbeständigkeit. Einige Hersteller bieten längst Gasbrenner an, die vor Feuchtigkeit geschützt sind – beispielsweise durch eine doppelwandige Stahlhülle. 

In der perfekten Outdoor-Küche ist ein Elektro- oder Gas-Backofen ein tolles Element, um liebe Gäste mit leckeren Beilagen zu beglücken. Selbstverständlich gibt es normale Gasgrills mit Pizzabackform, aber was spricht in der Außenküche gegen optimale Bedingungen für eine knackige Kruste? Öfen, die richtig mit Kaminholz befeuert werden, waren vor Jahrhunderten schon im Trend – und sind es heute wieder. 

Leitungen nicht vergessen 

Bei aller Liebe zu den verschiedenen Geräten: Vergessen Sie eine weitere Basisanschaffung nicht, für die Sie möglicherweise Handwerker benötigen. Die Wasser- und Stromanschlüsse. 

Sind die nötigen Apparate und Materialien erst einmal ausgesucht, braucht es einen Gestaltungsplan. Eine Küche in U-Form, als Insel oder als Zeile: Alles ist möglich. Bei diesen Überlegungen richtet sich der Blick auf die Möblierung, um genug Stauraum für Geschirr, Gläser sowie weiteres Grill- und Küchenzubehör zu schaffen. Großzügige Ablageflächen, auch für die Zubereitung der Speisen, sind klar von Vorteil.  

Bild: istockphotos.com/hikesterson

Ein fester Einbau, der fürs Leben hält: Das ist die eine Sache. Hersteller bieten auch sogenannte Modulküchen an, bei denen Sie wie in einem Baukastensystem Elemente aussuchen. So können Sie Ihre Außenküche Stück für Stück erweitern. Elemente mit Rollen sind im Trend: Sie machen Sie mit Ihrer Küche mobil.

Text: Andrea Hunkemöller

Titelbild: istockphoto.com/ JR-Stock

Wie Sie Ihre Neubauwohnung mit einem Wintergarten verschönern können, lesen Sie in diesem Beitrag. Übrigens: Wintergärten sind nicht nur ein Highlight in der kalten Jahreszeit.