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Elektroautos: einige meinen, die Zukunft gehört ihnen. Bild: pixabay

Geht es nach dem Willen der EU, werden Ladestationen für Elektroautos ab 2019 Pflicht in Neubau-Immobilien. Langsam aber sicher halten sie bereits Einzug in die Exposés von Bauträgern und Vermarktern. Meist sind sie Teil des Stellplatzes in der Tiefgarage, manchmal finden sie sich auch in der eigenen Garage. Einige Haus- und Wohnungsbesitzer möchten eine eigene Ladesäule zum Stellplatz nachträglich integrieren. Dabei sollten einige Dinge beachtet werden.

 

Als erstes der Anschluss. Sie brauchen Starkstrom. Ein E-Auto dauerhaft an eine 230 Volt starke Steckdose anzuschließen ist unter keinen Umständen zu empfehlen. Die Ladung dauert sehr lange und belastet die gesamte Leitung im Haus weit über Gebühr. Die Mindeststärke für die Strom-Hauseinführung sollte 63 Ampere betragen. Das gilt nicht nur für Elektroautos, sondern generell für die Vielzahl an Elektrogeräten, die ein „durchschnittlicher“ Haushalt besitzt. Wer möchte schon, dass dauernd die Sicherung rausfliegt, wenn mehrere Geräte parallel am Netz hängen? Fragen Sie deshalb sicherheitshalber beim Bauträger nach, welche Stärke der Strom-Hauseinführung geplant ist. Insbesondere in ländlichen Gebieten ist die Zuleitung oft immer noch nicht optimal.

 
Experten raten mittlerweile sogar dazu, auf Strom-Hauseinführungen von 80 Ampere zu bestehen. Wer ein Elektroauto für den täglichen Einsatz plant oder bereits besitzt, ist mit einer Schnellladestation sehr gut beraten. Denn mehr als 15 Stunden zu warten, bis der Wagen wieder flott ist, dürfte auf Dauer müßig sein und Sehnsüchte nach dem guten alten „Benziner“ wecken. Auch hier: sollte im Exposé Ihres bevorzugten Bauvorhabens von einer „Ladestation“ bereits die Rede sein, fragen Sie nach, um welche Art von Ladesäule / Schnellladestation es dabei geht.

Kosten E-Ladestation

Auf dem Markt sind unterschiedliche Modelle für Ladesäulen und Ladeboxen erhältlich. Zur Orientierung: eine Ladesäule mit 22kW kostet rund 1.600 Euro. Hinzukommen entsprechende Kabel für rund 300 Euro. Alternativ zur Säule besteht die Möglichkeit, eine Wandladestation zu implementieren. Diese schlägt je nach Anbieter in einer sehr guten Variante mit rund 1.400 Euro zu Buche, ist also etwas günstiger als die Säule. Daneben gibt es auch „Wallboxen“ ab 700 Euro. Hier empfiehlt sich die spezielle Beratung hinsichtlich Autotyp, Stromleitung usw. Ratsam ist, die Installation von einem Experten vornehmen zu lassen. Er kennt Themen wie „Sicherung“, „Stromkreisläufe“ usw. am besten und kann eine sichere Implementierung der Ladestation in der Regel garantieren. Auch hier sind die Kosten wie bereits bei den Ladestationen sehr variabel. Sie rangieren zwischen 500 Euro und über 2.000 Euro. Für jede Art von Ladestation ist es wichtig, einen trockenen Bereich für den Anschluss zu haben.
 

Was die Ladekabel bzw. Stecker betrifft, so ist ein Adapter nötig. Alle nötigen Informationen zum Kabel bzw. Adapter erhalten Sie auch beim Kauf des Elektroautos.

Solaranlage für die Ladestation

Wer eine Photovoltaikanlage besitzt, kann den dort generierten Strom zur Ladung seines Fahrzeugs verwenden. Dann muss die aus der Solaranlage generierte Spannung in die Ladestation geleitet werden.
Mit der E-Ladestation bzw. dem Elektroauto haben Sie schon einen wesentlichen Beitrag zum energieeffizienten Leben der Zukunft geleistet. Lesen Sie mehr zum „Nullenergie-Haus“.