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In den vergangenen Jahren hat sich in Exposés für Neubau-Immobilien der Trend zu offenen Wohn-Koch- und Essbereichen durchgesetzt. Für jeden, der bislang nicht mit dieser Grundrissvariante gelebt hat, bedeutet das eine Umstellung, meistens auch in der Einrichtung. Lesen Sie, was es bei der Gestaltung des großen offenen Raumes zu beachten gibt.

Zunächst geht es darum, den Grundriss des Wohn-/Koch-Essbereiches, der in der Regel die höchste Quadratmeterzahl des Hauses oder der Wohnung bietet, einzuteilen. Das heißt: in welchem Bereich soll die Sitzecke gruppiert werden, wohin kommt der Tisch und soll es eine Theke geben? Auch offene Koch-Wohn- und Essbereiche können schnell überladen wirken, deshalb ist weniger manchmal mehr. Einrichtungsprofis empfehlen generell den Einsatz von hellen Möbeln und Küchengeräten. Diese lassen Räume größer wirken. In den meisten Neubau-Immobilien sind Böden bereits mit Parkett/Laminat etc. versehen. Gerade bei dunkleren Farbnuancen beim Boden lässt sich darüber nachdenken, ob ein heller Teppich im Wohnbereich zusätzlich lichte Akzente setzen kann.

Raumtrennung ja oder nein?

Die Trennung des Raumes in Wohn- und Küchenbereich ist eine wichtige Frage. Nicht wenige Immobilienkäufer möchten bewusst die einheitliche Wirkung des Bereiches hervorheben und verzichten auf Trenn-Elemente. Anderen ist eine optische Gliederung der Segmente wichtig. Wer auch bei offenen Grundrissgestaltungen gerne „unterteilt“, kann dies mit Farbkontrasten und verschiedenen Farbwelten für beide Bereiche erzielen. Eine andere Variante ist der Einbau von zwei Stufen zwischen Wohn- und Ess-/Kochbereich.

Ob konsequent offener Raum oder Unterteilung: Achten Sie in jedem Fall bei offenen Wohn- und Kochbereichen auf den Einbau einer Dunstabzugshaube und zwar einer guten. Anderenfalls hängt der Geruch des Mittagessens noch bis in den späten Abend im Raum und das stört auf Dauer.

Tisch-Formen gut überlegen

Falls Sie überlegen, nach dem Immobilienkauf auch Ihre Einrichtung zu erneuern, ist bei offenen Wohnbereichen insbesondere der Esstisch wichtig. Junge Paare und Singles verzichten häufig darauf und essen an der „Bar“, die in modernen Küchen als Theke, Raumteiler und Sitzgelegenheit dient. Bequemer und eleganter ist hingegen nach wie vor der Esstisch. Rund, oval, rechteckig, quadratisch? Welcher Tisch der richtige ist, entscheiden Ihre Lebensgewohnheiten. Interieur-Experten schwören meist auf den rechteckigen Tisch, da er viele Zwecke zugleich erfüllt. Zu zweit, zu viert, zu sechst: hier finden unterschiedliche Personenzahlen Platz. Wählt man hingegen einen runden Tisch, sollte man daran denken, dass hier Menschen in der Regel weiter auseinander sitzen und entsprechend weniger Personen zusammen essen können. Ovale Tische können unter Umständen „Konferenzsaal-Atmosphäre“ vermitteln und bei einem ohnehin klassischen Einrichtungsstil tut man gut daran, diese Tisch-Form mit Accessoires aufzulockern.

 

Vom Tisch zum Stuhl – insbesondere mittlere und ältere Semester tendieren zu Stühlen mit Armlehnen im Essbereich. Das ist zeitlos, gediegen und bequem. Möchte man seine Wohnung jedoch eher stylish halten, dann hat sich ein Mix aus unterschiedlichen Stühlen bzw. Stuhlformen am Esstisch bewährt. Anders ist das jedoch bei der Sitzecke im Wohnbereich. Diese sollte – immer noch – am besten aus einem einheitlichen Look bestehen. Wer sich unsicher ist, welche Farb- und Materialwelten im neuen Zuhause gut zur Geltung kommen, dem bieten zahlreiche Bauträger den Service eines Einrichtungsberaters an. Oft können individuelle Wünsche hinsichtlich der Ausstattung bei Böden und dem Innenmaterial vor der Fertigstellung berücksichtigt werden.

Lesen Sie mehr zum Thema im Beitrag „Deutschland im Küchen-Fieber“.

Die Bilder in diesem Beitrag stammen vom Bauträger Bonava Deutschland GmbH Region Berlin Brandenburg.