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Home Office

Die Corona-Krise hat unser Arbeitsleben verändert. Viele arbeiten nach wie vor ganz oder tageweise zuhause. Doch einen gesunden Arbeitsplatz haben sich die wenigsten eingerichtet. Wie kann eine vernünftige und angenehme Einrichtung Ihres Home Offices aussehen? Wir stellen Ihnen in unserem Beitrag viele Punkte vor, die beachtenswert sind. So viel vorab: Technik, Licht und die Raum- und Arbeitsatmosphäre sind ebenso wichtig wie das Mobiliar. Arbeitsgesundheit ist auch zuhause das A und O! Sofa und Beistelltisch haben als Arbeitsplatz ausgedient.

Was viele Jahre in zahlreichen deutschen Unternehmen undenkbar war, wurde mit der Corona-Krise plötzlich möglich: dauerhaftes Home Office. Was manche Arbeitgeber überraschte: Der Leistung tat die Arbeit zuhause keinen Abbruch. Vielmehr wurde in vielen Unternehmen deutlich, dass langjährig gehegte Ängste, dass die Mitarbeiter in den eigenen vier Wänden mit weniger Motivation, Produktivität oder Qualitätsbewusstsein arbeiten würden, unbegründet waren. Die Technik wurde nach Hause geholt und zum Teil aufgerüstet. Digitale Helfer verlegten Meetings komfortabel in den virtuellen Raum. Klar ist aber nun auch: Nicht jeder ist für das Home Office gemacht. Es gibt Menschen, die sich beim Arbeiten zuhause geradezu isoliert fühlen. Andere schätzen die konzentrierte Arbeitsatmosphäre im Unternehmensbüro. Wer jedoch gern weiterhin tageweise oder sogar ganz im Home Office arbeiten möchte, dem ist es in vielen Firmen erlaubt. Die Unternehmenskultur in Deutschland hat sich verändert. Nun gilt es, zuhause die richtigen Strukturen zu schaffen.

Vom Provisorium zur dauerhaften Lösung

Ein starker und gesunder Rücken ist die Grundlage für einen Kopf voller Kreativität und Konzentration. Sicher nickt bei diesem Satz jeder. Trotzdem verbrachten viele Arbeitnehmer die letzten Monate mit dem Laptop am Küchentisch oder auf dem Sofa – in vollem Bewusstsein, dass ein vernünftiger Arbeitsplatz anders aussieht. Man machte aus der Not eine Tugend, denn „für die paar Wochen“ wollte man nicht wirklich extra Mobiliar kaufen. Wie wir wissen, wurden aus den Wochen Monate – und der Küchenstuhl, der Wohnzimmertisch oder die Bettkante entwickelten sich zur Folter des Rückens und Nackens. Wer sitzend arbeitet, muss gut sitzen. Es kommt aber nicht allein auf einen rückenfreundlichen Stuhl oder Tisch an. Machen Sie jetzt zugunsten Ihrer Gesundheit aus Provisorien eine ideale Arbeitsumgebung und stellen Sie alle Details Ihres häuslichen Arbeitsplatzes auf den Prüfstand.

Den perfekten Platz schaffen

Vielleicht werden einige sagen: „Es gibt kein perfektes, gesundes Arbeitszimmer – irgendetwas ist immer suboptimal“. Wir sagen: Gehen wir in die Herausforderung, das Maximum aus dem zur Verfügung stehenden Raum zuhause herauszuholen!

Beste Ausgangsbedingungen schafft schon einmal ein fester Platz, an dem Sie ungestört arbeiten können. Ideal ist es, wenn dafür ein eigenes Zimmer zur Verfügung steht und dieses nicht im fliegenden Wechsel von anderen oder für andere Zwecke genutzt wird. Wenn die Wohnung diesen Raum nicht spendiert, können Sie eine Nische oder Ecke für Ihren Arbeitsplatz wählen und gegebenenfalls mit Raumtrennern arbeiten. Dafür kommen Bücherregale, Glaswände aus Milchglas oder Paravents infrage. Große Pflanzen eignen sich ebenfalls als Barriere. Außerdem kann man eine Trockenbauwand einziehen – das ist nicht schwer und bei Bedarf ist so eine Maßnahme schnell und rückstandslos abbaubar. Für Ihre Familie setzt ein abgetrennter Platz ein wichtiges Signal: Office Time, bitte nicht stören!

Tisch und Stuhl müssen passen

Wichtig ist, dass der Arbeitsplatz zu Ihrer Tätigkeit passt und genug Raum bietet, damit Sie sich „ausbreiten“ können. Der Schreibtisch sollte nicht schon mit dem Laptop vollkommen belegt sein, sondern auch Platz für ein paar ausgedruckte Unterlagen haben. Ganz papierlos funktioniert es selten, und Stifte sowie andere Büroutensilien möchten Sie sicher griffbereit auf dem Schreibtisch unterbringen.

Ein Rollcontainer schenkt Ihnen Stauraum für Papier, Dokumente und Co., kann aber eine ausreichend große Schreibtischplatte nur ergänzen. Wenn der Tisch zu klein oder unnötig großflächig oder mit zu viel Krimskrams zur Deko belegt ist, wird es schnell ungemütlich. Der Schreibtisch für einen Bildschirm-Arbeitsplatz ist in der Höhe am besten zwischen 68 und 76 cm verstellbar und sollte keine spiegelnde Arbeitsfläche haben – wenn die Sonne drauffällt, kommt es sonst zu unangenehmen Reflexen. Zwischen Ihrem Oberschenkel und der Unterkante des Schreibtisches müssen etwa 10 cm Abstand bleiben, wenn Sie am Tisch sitzen.

Bei der Größe sollte Ihnen ein Sitzabstand zum Monitor von 50 bis 80 cm möglich sein. Der Blickwinkel nach unten auf den Bildschirm sollte bei mindestens 20 Grad liegen. Viele haben ihre Monitore zu hoch eingestellt, was zu Nackenproblemen führt. In diesem Beitrag finden Sie weiter unten noch mehr Tipps zur richtigen Position und Größe des Monitors.

Eine Schreibtischunterlage, eine ergonomische Maus sowie ein Maus-Pad mit und ohne Handballenauflage kosten nicht viel, machen aber das Arbeiten angenehm. Und auch ein Ablagesystem für Dokumente, das direkt auf dem Schreibtisch platziert ist, darf bei vielen Menschen nicht fehlen. Es kann eine wertvolle Organisationshilfe sein. Fragen Sie sich vor der Anschaffung jedoch, ob Sie diese Ablage im Unternehmensbüro auch schon genutzt haben. Auf vielen Schreibtischen sind sie reine Staubfänger und damit einsparbar.

Beim Stuhl dürfen sie nicht sparen. Es kommt nicht drauf an, dass es das stylishste Modell ist, sondern dass er Ihrem Rücken guttut und in seinen Dimensionen zu Ihrem Schreibtisch passt. Ein Chefsessel ist bequem, aber oft zu groß für einen kleinen Arbeitsplatz. Viele Bürostuhl-Hersteller haben eigene Linien für das Heimbüro. Wenn Sie dort viel oder ihre ganze Arbeitszeit verbringen, sollten Sie ein Modell wählen, das hohe ergonomische Anforderungen erfüllt. Die Armlehnen und die Sitz- und Rückenflächen müssen zu Ihrer Statur passen und auch bequem sein. Eine Wipp- oder Synchronmechanik hilft, die Bandscheibe in Bewegung zu halten, eine Lordosenstütze kann Schmerzen im Lendenwirbelbereich vorbeugen oder lindern.

Wenn Sie tippen, sollten die Ober- und Unterarme sowie die Ober- und Unterschenkel jeweils einen rechten Winkel bilden. Der Rücken liegt idealerweise direkt an der Rückenlehne an. Die Oberarme sollten locker herunterhängen, wenn Sie die Unterarme auf der Armlehne ablegen, und nicht gestaucht sein. Rollen am Stuhl sind ebenfalls zu empfehlen. Auf weichen Böden wie Linoleum, Vinyl oder Teppichboden kommen harte Rollen zum Einsatz, auf Bodenschutzmatten, Fliesen, Parkett, Kork, PVC, Klickvinyl und Laminat weiche Rollen.

Sitzen ist das neue Rauchen

Es gibt viele Sitzmodelle auf dem Markt, die nach kurzer Zeit in der Ecke stehen: Sitzbälle und kippelnde Stühle, die das Becken in Bewegung halten oder einen geraden Rücken erzwingen sollen. Es ist Geschmackssache, ob man sie mag und sich damit oder vielmehr darauf einrichten möchte. Schauen Sie aber genau hin, was Sie kaufen. Manche Modelle sind eher schädlich als gesund.

Nicht unwichtig: der Bürostuhl. Bild: pexels.com

Fakt ist: Der richtige Stuhl kann viel dazu beitragen, Schmerzen zu stoppen oder gar nicht erst aufkommen zu lassen. Er kann jedoch nicht das ersetzen, was die Bandscheibe gesund erhält: Bewegung. Warum ist diese so wichtig? Bandscheiben, die Stoßdämpfer unserer Wirbel, haben keine eigenen Blutgefäße und müssen vom umliegenden Gewebe der Knochen und Bänder mit Nährstoffen versorgt werden. Wie ein Schwamm nehmen sie bei Entlastung frische Nährflüssigkeit auf, bei Belastung geben sie verbrauchte Flüssigkeit ab. Statisches Sitzen setzt Ihre Bandscheibe unter eine einseitige, oft starke Druckbelastung und sorgt für eine schlechte Flüssigkeitsversorgung. Weniger Flüssigkeit bedeutet weniger Stoßdämpfung. Dazu kommt, dass das Alter gerade hier gnadenlos zuschlägt und die Bandscheibe zunehmend unel astischer macht. Bewegung arbeitet dagegen an! Klar, es gibt Sportler mit Bandscheibenvorfällen, das Gros der Patienten in den Reha-Einrichtungen kommt aber direkt vom Schreibtisch. Und diese sind meist gar nicht alt, sondern zwischen 30 bis 50 Jahre jung. Ihr Stuhl kann noch so teuer und gesundheitsfördernd sein. Ärzte sagen: „Sitzen ist das neue Rauchen.“ Stehen Sie deshalb regelmäßig auf und geben Sie dem Körper während der Arbeit immer wieder die Möglichkeit, der schädlichen Sitzhaltung zu entgehen – und nach der Arbeit darf es auch mal etwas Ausgleichssport sein.

Wichtig: Bewegung im Alltag

Wer im Stehen telefoniert, tut etwas für seinen Körper und wird vielleicht die Erfahrung machen, dass er viel freier und souveräner mit seinem Dialogpartner kommuniziert. Und wer dadurch auf den Geschmack kommt und gern ab und zu stehend am PC oder Laptop arbeiten möchte, findet in den Büroabteilungen der Möbelhäuser, Büromärkten oder bei Online-Anbietern höhenverstellbare Schreibtische, Stehpulte oder Aufsätze in allen Preisklassen.

Eine schlaue Strategie für mehr Bewegung am Arbeitsplatz ist es, sich als Getränk immer nur ein Glas Wasser an den Schreibtisch mitzunehmen und nicht die ganze Flasche. Dadurch sind Sie gezwungen, ein paar Schritte zu laufen, um Nachschub zu holen. Das funktioniert nur bei Menschen, die grundsätzlich ein Auge darauf haben, dass sie genug trinken. Viele Office People haben sogar eine App, die sie erinnern soll, regelmäßig aufzustehen oder ein paar Schritte zu laufen: auch eine Möglichkeit, etwas Move in den Körper zu bringen.

Auf Abstand und richtiger Augenhöhe

Wer am Laptop arbeitet, hat einen leichten, kompakten Helfer an der Hand. Sicher haben Sie es schnell gemerkt – damit kann die Arbeit am Bildschirm und das Tippen ermüden. Besser ist es, den Laptop an einen oder zwei Monitore anzuschließen und sich eine separate Tastatur und eine Maus anzuschaffen. Auch hier gibt es ergonomische Modelle, die zwar meist einer kurzen Eingewöhnungszeit mit so einigen Tippfehlern bedürfen, aber dann wirklich helfen, Hände, Arme, Augen sowie Nacken und Rücken bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Wer lieber kabellos unterwegs sein möchte, findet Wireless-Modelle.

Gut für Kopf und Nacken: Der richtige Abstand zum Monitor. Bild: pexels.com

Der separate Monitor ist, wie bereits weiter oben angemerkt, dann eine gesundheitsfördernde Maßnahme, wenn er zu Ihrem Schreibtisch passt. Hier gilt es, ein Modell zu finden, zu dem Sie genug Abstand halten können – besonders dann, wenn Sie zwei Bildschirme aufstellen möchten. Optimal sind meistens Monitore mit 22 bis 24 Zoll. Lassen Sie sich fachkundig beraten, um ein augenschonendes Produkt mit möglichst wenig Bildschirmflackern zu kaufen. Spiegelnde Bildschirmoberflächen gilt es zu vermeiden. Darüber hinaus ist es wichtig, dass Ihr Bildschirm ein flexibel in der Höhe verstellbares Display besitzt – anpassbar an Ihre Bedürfnisse.

Wenn Sie viel mit Kollegen oder Kunden telefonieren, ist auch ein Headset sinnvoll. Eine Webcam hilft, mal mit Augenkontakt zu sprechen. Ihr Unternehmen hat sicherlich schon die bevorzugte App dafür festgelegt, die sicherheitsrelevanten Vorgaben und datentechnischen Ansprüchen gerecht wird. Wer sein Zuhause nicht im Bild sehen möchte, hat oft die Möglichkeit, sich mittels App in einen virtuellen Raum zu setzen. Diese erzeugt einen neutralen Hintergrund und macht das Bett, die Küchenfront oder das Sofa unsichtbar.

Es werde Licht

Viel Tageslicht ist was Großartiges. Es sorgt für positive Stimmung und fördert das gesunde, konzentrierte Arbeiten. Darum sollte ihr Home Office möglichst hell sein. Achten Sie aber darauf, dass das Sonnenlicht Sie nicht blendet. Stellen Sie Schreibtisch und Monitor darum auch nicht vors Fenster und vermeiden Sie, dass sich das Licht darauf spiegelt. Das Hochkontrast-Programm und die Lichtreflexe machen die Augen müde und fördern Kopfschmerzen. Sinnvoll ist es, den Schreibtisch seitlich zum Fenster zu stellen. Sie sollten also nicht frontal zum Licht sitzen – selbst wenn der Ausblick Erholung oder Unterhaltung verspricht. Sie erraten es bereits: Auch eine Position mit dem Fenster im Rücken ist schlecht. Es gibt viele Lösungen für einen Blendschutz. Bei der Wahl des Produkts kommt es auf die Himmelsausrichtung der Fenster und die vorhandenen Verschattungsmöglichkeiten in Ihrem Büro an. Ein österreichischer Hersteller bietet Außenrollos an, die ohne Bohren montiert werden können und 90 Prozent der Sonneneinstrahlung abhalten. Oft kann auch eine spezielle Fensterfolie helfen, Hitze und UV-Strahlen auszusperren.

Sie brauchen mehr Licht? Spätestens im Herbst und Winter benötigt man professionelle Verstärkung. Eine LED-Tageslichtlampe schafft gute Lichtverhältnisse, wenn die Sonne nicht mehr allein für ideales Licht sorgen kann. Man erhält heute sehr günstige Leuchten mit bequemer Einstellbarkeit und bis zu sieben Helligkeits- und Farbstufen. Da ist für jedes Auge etwas dabei. Eine positive Atmosphäre erzeugt ein abwechslungsreiches Lichtkonzept aus einer sinnvollen Deckenleuchte, Stehleuchten und Schreibtischlampe. Eine Beleuchtungsstärke von 400 bis 600 Lux gilt als gesundheitsfördernd.

Farbtopf und Deko heben die Stimmung

Bevorzugen Sie einen puristisch eingerichteten Arbeitsplatz oder findet sich rund um Ihren Schreibtisch viel Deko? Viel „Kram“ kann Ablenkung oder Inspiration sein. Die Einrichtungspsychologie lehrt, dass ein Schreibtisch mit viel Nippes uns nicht nur räumlich, sondern auch geistig beengen kann. Wir brauchen Platz für Ideen! Viele in unserer Redaktion von neubau kompass haben es darum in ihrem Home Office so gelöst, dass sie nur ein oder zwei persönliche, zum Teil wechselnde Gegenstände und eine Pflanze am Arbeitsplatz platzieren. Einige haben darüber hinaus die Wand vor dem Schreibtisch in einer für sie angenehmen Farbe gestrichen, um den Arbeitsbereich auch farblich zu markieren. Andere setzen auf Weiß. Wandfarbe kann die Stimmung aufhellen und uns motivieren, aber auch für ein engeres Raumgefühl sorgen. Die Frage „hell oder dunkel, knallig oder pastellig“ ist nicht nur die des persönlichen Stils. Farben haben immer eine psychologische Wirkung. Wer das im Hinterkopf behält, kann unerwünschte Effekte vermeiden und wohltuende erzeugen.

Farbige Wände können die Stimmung heben. Bild: pexels.com

Grüne Arbeiter für gute Luft

Pflanzen sorgen für einen grünen, beruhigenden Farbtupfer. Wählen Sie Ihre grünen Begleiter jedoch mit Bedacht. Kakteen brauchen zwar wenig Wasser und sind pflegeleicht, aber keine Hilfe, wenn es um die Verbesserung der Raumluft geht. Dazu geben sie als Wüstenpflanzen zu wenig Feuchtigkeit ab. Optimal sind hier Pflanzen mit einer großen Blattoberfläche und einem schnellen Stoffwechsel – denn nur diese können effektiv und rasch Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Geeignete Pflanzen geben dann 90 Prozent des Gießwassers an die Luft ab – und sorgen für 45 bis 55 Prozent Luftfeuchtigkeit. Zimmerlinde, Nestfarn, Zyperngras, Ficus, Kolbenfaden, einige Palmen- oder Aralien-Arten sind hier besonders beliebt.

Gut für die Raumluft: Pflanze mit großen Blättern. pexels.com

Manche floralen Begleiter sind auch hervorragende Schadstoff-Binder. Gerade wenn Sie neues Mobiliar anschaffen oder die Wände streichen, können Pflanzen wirkungsvoll dabei helfen, die schädlichen Diffusionen aus der Luft zu filtern – in Verbindung mit einem strukturierten Lüft-Management. Als besonders effiziente Schadstoff-Vertilger gelten Efeu, Philodendron, Drachenbaum, das Einblatt oder der Nestfarn. Und wer gezielt gegen eine mögliche Formaldehyd-Belastung vorgehen möchte, sollte sich die Echte Aloe oder die Grünlilie ins Büro holen.

Wir raten Ihnen: Reinigen Sie die Oberflächen großblättriger Pflanzen regelmäßig und gönnen Sie auch den anderen grünen Helfern immer mal wieder eine Regendusche. Denn auf den Blättern sammeln sich Staub und Keime. Behalten Sie außerdem im Kopf: Erde kann schimmeln. Eine bessere Lösung als Pflanztöpfe mit Erde sind deshalb für viele Menschen Tongranulat und anderes Pflanzsubstrat. Dieser Ersatz ist erst mal etwas teurer als Erde, bietet aber zusätzlich zur geringeren Schimmelanfälligkeit den Vorteil, dass sich das Gießmanagement damit häufig sehr ökonomisch gestaltet.

Wie viele Pflanzen sollten es denn überhaupt sein? Auf Basis von Studien der NASA, die geforscht hat, wie man die Luft in Raumschiffen mit Pflanzen optimieren kann, raten heute viele Baubiologen und Einrichtungsberater jeweils eine große Pflanze pro 10 m² Wohnfläche aufzustellen.

Natürlich, es gibt sie: elektronische Luftreiniger und -befeuchter, die dazu dienen, die Raumluft zu verbessern. Pflanzen sind in unseren Augen die zielführendere Lösung. Die sind günstiger, sorgen für ein wohnliches Ambiente, machen kein Betriebsgeräusch, funktionieren ohne Einschaltknopf und auch dann, wenn wir nicht arbeiten.

WLAN, Router und Verstärker

Beim WLAN geht es nicht nur darum, dass es schnell bzw. leistungsstark und stabil genug ist, damit Sie zeitnah große Daten empfangen und verschicken können. Sie sollten es verschlüsseln und auch unterwegs auf ein Virtual Private Network (VPN) setzen. Dazu und zu möglichen Cloud-Lösungen wird Ihnen aber sicher der IT-Beauftragte Ihrer Firma bereits Vorgaben gemacht haben.

Unersetzlich fürs Homeoffice: die richtige Technik. Bild: pixabay

Ein aktueller Router, der technisch auf dem modernsten Stand ist, sorgt für eine geringere Störanfälligkeit des WLAN und hilft bei der reibungslosen Übertragung der Datenmengen. Vielen ist nicht bewusst, dass häufig nicht die WLAN-Versorgung an sich, sondern vielmehr ein alter Router der „Problembär“ ist, wenn es Aussetzer gibt. Schwankt das Signal trotz modernstem Router-Modell oder kommt es nur schwach bis gar nicht an, kann es auch sein, dass der Router sich zu weit weg befindet oder dicke Wände die Aufnahme des WLAN-Signals stören. Dieses Problem betrifft nicht nur Neubauten, sondern auch Altbauten. Gerade dicke Beton- und Ziegelwände können hier zu Störern werden.

Neubauprojekt mit modernster Technik: kupa – Quartier Kuvertfabrik Pasing. Bild: Bauwerk Capital

Nicht immer lässt sich der Router nun einfach räumlich verlegen. Denn dann haben zwar Sie im Büro im Dachgeschoss reibungslos empfangenes WLAN, im Rest des Hauses könnten aber Netflix oder die Internetverbindungen anderer Familienmitglieder in den Streik treten. Damit alle adäquat versorgt sind, können Sie einen oder mehrere Router-Verstärker, auch WLAN-Repeater genannt, installieren. Das ist ein kleines Gerät, das in die Steckdose gesteckt wird und von dort aus das WLAN-Signal auffängt und an das Endgerät weitergibt. Es können sogar mehrere Repeater gleichzeitig zum Einsatz kommen.

Steuer Spezial 2020

Das häusliche Arbeitszimmer kann dann steuerlich geltend gemacht werden, wenn es den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit darstellt. In diesem Fall können Sie die Ausgaben für den Strom, die Renovierung und Ausstattung und eine anteilige Miete absetzen. So zumindest in der Theorie. Nicht immer sieht der Fiskus das Thema Absetzbarkeit genauso wie der Steuerpflichtige. Informieren Sie sich, wie Sie den vollen oder anteiligen Steuerabzug für Ihr Home Office erhalten können. Ein Steuerberater ist immer auf dem neuesten Stand, was die genauen Voraussetzungen für die Absetzbarkeit betrifft. Sie finden viele hilfreiche Hinweise im Internet, etwa bei den Verbraucherschutz-Zentralen oder bei Stiftung Warentest. Für das Jahr 2020 gibt es eine Sonderregelung. Denn aufgrund des Covid-19-Risikos war es vielen Arbeitnehmern gar nicht möglich, den Arbeitsplatz im Unternehmen aufzusuchen. Ausnahmsweise können Sie 2020 Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer von bis zu 1250 Euro steuerlich geltend machen.

Ob Sie nur gelegentlich im Home Office arbeiten oder regelmäßig: Gestalten Sie es komfortabel! Mit etwas Recherche finden Sie Büromöbel zum moderaten Preis, die Drucker & Co. ein Heim und Ihnen das richtige Arbeitsumfeld bieten können. Sparen Sie nicht an den ergonomischen und gesundheitsfördernden Details, dann klappt es auch mit der Gesundheit. Frohes Schaffen zuhause wünscht Ihnen Ihr Redaktionsteam von neubau kompass.

Bewegung ist das A und O – nicht zuletzt, wenn man im Home-Office arbeitet. Optimal dafür ist ein Neubau in Split-Level-Bauweise. Was das ist, lesen Sie hier.

Titelbild: pexels.com