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Einige Jahre hat es gedauert, bis aus dem „Spielzeug“ Smart Home ein wesentlicher Bestandteil zahlreicher Neubau-Immobilien geworden ist. Mittlerweile möchten sogar 74 Prozent der Deutschen in einem Heim mit entsprechenden Applikationen wohnen. Das geht aus einer Studie des Portals „YouGov“ hervor. Immer häufiger liest man deshalb in Exposés von „BUS-Systemen“, „innovativer Haustechnik“ und elektronischen Steuerungsmöglichkeiten für Heizung und Jalousien. Dabei kann Smart Home noch einiges mehr.

Wer „Smart Home“ hört, denkt zunächst an die klassischen Bedienungsmöglichkeiten wie die Steuerung von Heizung und Jalousien per Smartphone oder Tablet. Auch Fernsehgeräte, Kühlschränke, Licht und Staubsauger-Roboter lassen sich ohne Probleme an ein Smart Home System anschließen. Das bedeutet Komfort, den zurzeit insbesondere jüngere Menschen gut finden.
Parallel hat sich mit dem Begriff „Smart Metering“ eine weitere Nutzungsmöglichkeit im Rahmen der Smart Home-Systeme etabliert. Damit kann man jederzeit auf den individuellen Strom- und Energieverbrauch zugreifen. Zugleich besteht durch die Kooperation mit Energieversorgern die Möglichkeit, günstige Strompreise zu ermitteln. Diese variieren nicht selten im Laufe des Tages. Auch die Einspeisung mit Strom durch Photovoltaikanlagen wird in ökologischen Siedlungen zunehmend häufiger mit Smart Meter- und Smart-Home-Systemen geregelt. Dabei ermitteln die Smart Metering-Anwendungen die besten Stromzeiten hinsichtlich Ökologie und Preisspannen. Die angeschlossenen Smart Home-Geräte können dann automatisch die Regelung von elektrischen Geräten und Heizung übernehmen.

Smart Home für mehr Sicherheit

Gefragt sind Smart Home Systeme, die sich unterschiedlichen Lebenssituationen anpassen. Während also jüngere Menschen den Komfort der Fernsteuerung von Heizung und elektrischen Geräten schätzen, setzen ältere Menschen vorwiegend auf den Sicherheitsaspekt, den die Einrichtungen bieten. In gehoben ausgestatteten Seniorenwohnungen gibt es elektronische Überwachungsmöglichkeiten, „Home Monitoring“ genannt. Dabei können Alarmanlagen, Videokameras und Bewegungsmelder ebenso wie Rauchmelder an Notrufdienste oder Sicherheitsservices angeschlossen werden. Sobald die Geräte während ihrer Überwachungsfunktion etwas Auffälliges entdecken, geben sie Signal.

Bislang sind Smart Home-Systeme keineswegs kostengünstig. Allerdings gibt es verschiedene Varianten und die Preise hängen natürlich von der Wahl des entsprechenden Systems ab. Wichtig ist, vorher genau zu planen, was das Smart Home System leisten soll und ob man alle Features tatsächlich braucht. Zudem lassen sich die meisten Smart Home Systeme problemlos nachrüsten, so dass man mit einer kostengünstigen „Einsteiger-Variante“ beginnen kann. Basisvarianten laufen bereits mit einer WLAN-Box, einer speziellen App und einer gar nicht so teuren, speziell für Smart Home-nutzbaren Steckdose. Das ist jedoch die absolute Basisausstattung. Die Grenzen der Smart Home Implementierung sind nach oben offen und überschreiten je nach Größe der Immobilie und dem Bedarf der Nutzer spielend die 5.000 Euro-Marke.

Die Gesellschaft zur Förderung der Unterhaltungselektronik in Deutschland hat unter dem Titel „Einkaufsberater Smart Home“ einen Pocket Guide zu Smart Home herausgegeben, der auf der Website der gfu.de heruntergeladen werden kann. Hier gibt es zahlreiche Tipps und es werden unterschiedliche Smart Home Systeme und ihre Funktionen vorgestellt.

Insbesondere Hausbesitzer setzen Smart Home Technologien gerne beim Einbruchschutz ein. Lesen Sie mehr über Möglichkeiten, sich vor ungebetenen Gästen zu schützen.

 

Titelbild: pixabay