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Neubauprojekt Øslandsby in Hamburg

Corona verändert unser Leben – und unsere Wohnungen. Eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Landesbausparkassen (LBS) hat sich damit beschäftigt, wie sich die Ansprüche und Wünsche von Mietern und Käufern an Wohnraum in den vergangenen rund 7 Monaten geändert haben. Gehören Sie auch zu denjenigen, deren vier Wände diesen Sommer eine Generalüberholung erfahren haben oder soll die künftige Neubauwohnung jetzt ein Zimmer mehr haben als ursprünglich geplant? Sie sind damit nicht allein – lesen Sie mehr.

Im August dieses Jahres haben LBS Research und LBS West mit dem Beratungsunternehmen Feedbaxx rund 1.000 Deutsche im Alter von 20 bis 45 Jahren zu den Auswirkungen von Corona auf ihre künftigen Wohnwünsche befragt.

Mehr als 44 Prozent der Bundesbürgerinnen und -Bürger haben in diesem Jahr im Homeoffice gearbeitet – davon 28 Prozent über einen längeren Zeitraum hinweg. Diese Erfahrung hat bei nicht weniger als 60 Prozent der Befragten dazu geführt, ihr Zuhause umzugestalten. Lange Schlangen in Baumärkten und heiß gelaufene Rechner mit Online-Tutorials zum Thema Handwerk waren eindeutige Signale. Neue Möbel wurden angeschafft, Räume zum Teil komplett umgebaut und neuen Zwecken zugeführt. Aus dem Wohn- wurde ein Arbeitszimmer, Kinder turnten im Schlafzimmer und Balkon bzw. Terrasse konnten mit etwas Glück zu einem weiteren Raum im Außenbereich umgestaltet werden. Der von vielen auch als Open-Air-„Arbeitszimmer“ genutzt wurde. Rund die Hälfte der Befragten hat sogar den Jahresurlaub in den eigenen vier Wänden verbracht.

Quelle: LBS Research

Nun, da uns Corona aller Voraussicht nach bis weit ins kommende Jahr begleiten wird, stellt sich die Frage nach einer neuen oder zumindest neu gestalteten Wohnung erneut. Geplant sind die Einrichtung eines Homeoffice-Platzes (17 Prozent der Befragten), eine schönere Einrichtung (16 Prozent) oder neue Tapeten (13 Prozent). Acht Prozent der 20- bis 45-Jährigen, die an der Studie teilgenommen haben, erwägen sogar einen Umzug. Das betraf jeden zehnten Mieter und jeden 50. Eigentümer, die sich den Fragen der Interviewer stellten. Als Orientierungspunkte für die Immobiliensuche gelten dabei: ein eigener Balkon oder Garten (34 Prozent), günstigere Mieten (30 Prozent) und ein weiteres Zimmer (23 Prozent). Weitere 17 Prozent wünschen sich Möglichkeiten zur Selbstversorgung und bei 15 Prozent steht der Traum nach einer Immobilie weiter außerhalb oben auf der Wunschliste. (siehe Grafik: Corona: Wohnwünsche von Mietern und Eigentümern“ von LBS Research)

Ziehen die Deutschen nun verstärkt aufs Land? Dort sind immerhin einige der oben genannten Punkte wie mehr Zimmer, geringere Mieten und die Möglichkeit zur Selbstversorgung mitunter eher erfüllt als in der City. Das geht aus der LBS-Studie nicht eindeutig hervor. Der Wunsch ist zwar vorhanden, korreliert allerdings auch mit dem Bedürfnis nach schnellem Internet, das ebenfalls weit oben auf der Präferenzliste steht und nicht in allen ländlichen Gemeinden bislang gegeben ist. Auch gibt es in der Metropole eindeutig bessere Ärzte und die Anbindungen zum Arbeitsplatz – wenn das Homeoffice irgendwann Geschichte ist – sind ebenfalls in den meisten Fällen komfortabler. Ob Stadt oder Land- beide Wohnlagen haben ihre Vorzüge. Platz für ein Homeoffice sollte jedoch in jedem Fall gegeben sein. Wie Sie dieses bestmöglich einrichten, lesen Sie hier:

Unser Titelbild mit großen Balkonen, Terrassen und Grünflächen stammt aus dem Neubauprojekt Øslandsby in Hamburg-Osdorf. Bild: Meissler & Co GmbH & CoKG