Neubau-News KW 21/26: Immobilienmarkt stabilisiert sich – doch Engpass im Neubau

Neubau-News KW 21/26: Immobilienmarkt stabilisiert sich – doch Engpass im Neubau

Gemischte Signale prägen den deutschen Immobilienmarkt Mitte Mai 2026. Die neue Woche steht im Zeichen des KfW-55-Förderungsendes, der anhaltend hohen Mieten sowie schwächeren Bau-Stimmung. Gleichzeitig zeigen Preise und Nachfrage eine vorsichtige Stabilisierung – vor allem im Wohnsegment. Chancen für Neubauprojekte winken besonders im Umland von Metropolen.  

Die wichtigsten Entwicklungen der neuen Immobilienwoche im Überblick: 

News 1: Geht das EH-55-Förderprogramm doch in die Verlängerung?

Das Sonderprogramm für befristete EH-55-Förderungen im Wohnungsneubau endet zum 30. Juni 2026. Wie die IZ (Update: 19.05.2026) berichtet, steht eine mögliche Verlängerung nun doch in Aussicht. Bundesbauministerin Verena Hubertz hat beim jüngsten ZIA-Tag erklärt, sie wolle sich dafür stark machen, das Programm zu verlängern. Obwohl noch Mittel im KfW-Fördertopf bereitstehen, war die Nachfrage in der ersten Runde der Neuauflage – trotz attraktiver Zinsen – hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Branchenvertreter kritisieren u.a., dass die Zugangsvoraussetzungen zu streng gefasst sind. Laut Bundesbauministerium wurden dank der EH-55-Neuauflage bisher ca. 23.400 Wohneinheiten gefördert. Aktuell stehen noch rund 553 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Pro Wohneinheit können bis zunächst Ende Juni noch die zinsgünstigen KfW-Darlehen in Höhe von 100.000 Euro beantragt werden

Warum das wichtig ist: Der Neubau-Sektor würde mit dem EH-55-Förderprogramm ein wichtiges Förderfenster verlieren. Ohne verlässliche Förderung bleibt der ohnehin schwache Neubau unter Druck. Selbst bei zinsverbilligter Finanzierung bleibt die Umsetzung vieler Vorhaben schwierig.

News 2: Mietspiegel-Report 2026 – Wohnungsmarkt bleibt knapp in Großstädten

Der neue Mietspiegel-Report 2026 bestätigt, was der Immobilienmarkt seit Monaten zeigt: In deutschen Ballungsräumen übersteigt die Nachfrage das Angebot deutlich. Gleichzeitig vergrößert sich die Lücke zwischen guten und einfachen Lagen. Die durchschnittliche Miete wird bundesweit auf 11,40 €/m² bis 12,48 €/m² beziffert. In zentralen Toplagen von Berlin, München und Hamburg ist aktuell eine Kaltmiete von über 18 €/m² bis 20 €/m² gängig.

Besonders im Neubau ziehen die Preise weiter an. Spitzenreiter ist München. In Premiumlagen der Isarmetropole, wie beispielsweise Altstadt-Lehel, Schwabing-West oder Au-Haidhausen, zahlen Mieter häufig zwischen 27 €/m² und 29 €/m², gerade auch angesichts hochwertiger Immobilien.

Warum das wichtig ist: Der fehlende Neubau bleibt zentraler Treiber für hohe Mieten. Ohne mehr Wohnungsbau ist keine Entspannung in Sicht. Private Käufer in Großstädten profitieren – je nach individuellen Kreditmöglichkeiten – u.U. mehr vom Eigentumskauf als vom Mieten.

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News 3: Ifo-Wohnungsbauklima fällt – aber Baugenehmigungen steigen

Die Stimmung im Neubau-Sektor hat sich im April 2026 etwas verschlechtert. Das geht aus dem Ifo-Geschäftsklimaindex hervor. Demnach haben sich die Erwartungen der deutschen Wohnungsbauwirtschaft eingetrübt. Die Ursachen hier sind: geopolitische Unsicherheiten, Lieferprobleme und weiterhin schwierige Kalkulationen von Wohnungsbauprojekten.

Wie das Ifo-Institut mitteilt, ist der Index-Wert von -19,3 Punkte auf -28,4 Punkte gesunken. Dennoch sei die Stimmung besser als in den beiden Immobilien-Krisenjahren 2023 und 2024 zuvor, resümiert das Wirtschaftsforschungs-Institut. Doch es geht auch aufwärts: Laut Statistischem Bundesamt wurden im März dieses Jahres 21.800 Wohnungen genehmigt – das sind 11,5% mehr als noch im Februar. Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe, betont: „Die Genehmigungszahlen steigen weiter, das ist ein ermutigendes Signal.“ Allerdings bräuchte es idealerweise, so Felix Pakleppa, mindestens 10.000 zusätzliche Baugenehmigungen pro Monat, um den Wohnungsbedarf in Deutschland wirklich zu decken.

Warum das wichtig ist: Die Bauwirtschaft braucht Vertrauen und Planbarkeit. Ein schwächeres Geschäftsklima kann neue Projekte verzögern – und damit den Neubau weiter ausbremsen. Die fortgesetzte positive Entwicklung steigender Baugenehmigungen im Jahr 2026 ist ein Hoffnungsschimmer in diesen Zeiten. Es beweist auch, dass die deutsche Bauwirtschaft trotz Krisenbedingungen immer noch robust agieren kann – und den benötigten, hochwertigen Wohnraum herstellt.

News 4: Immobilienpreise steigen moderat weiter – Markt findet langsam Boden

Laut dem Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) sind die Immobilienpreise im 1. Quartal 2026 um 2,2 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Wohnimmobilien legten hierbei mit 2,3 % etwas stärker zu als Büro- und Einzelhandelsimmobilien. Insgesamt betrachtet, hat sich die Teuerungs-Dynamik zuletzt aber verlangsamt.

In Berlin zeigt sich das Bild – gemäß einer Analyse des Instituts empirica im Auftrag der LBS NordWest – besonders deutlich: Die Kaufpreise bleiben hoch, steigen aber nur noch moderat oder stagnieren auf hohem Niveau. Am teuersten ist der Stadtbezirk Berlin-Mitte mit dem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 6.538 € – eine Erhöhung von 2 % gegenüber dem Vorjahresquartal.

Warum das wichtig ist: Der Immobilienmarkt wirkt wieder stabiler, aber nicht überhitzt. Das ist ein positives Signal an private Käufer und institutionelle Investoren – vor allem, wenn die Finanzierung langfristig tragfähig und gesichert ist.

News 5: Wohnkosten treiben Menschen aus den Metropolen

Hohe Mieten, steigende Nebenkosten und knapper Wohnraum setzen Berufstätige in den Großstädten zunehmend unter Druck. Viele von ihnen denken über einen Umzug in den Speckgürtel oder sogar über einen Jobwechsel nach. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung einer repräsentativen Studie unter 4.000 berufstätigen Befragten aus 12 Städten.

Warum das wichtig ist: Damit wächst die Bedeutung von gut angebundenen Umlandlagen sowie neuen Wohnquartieren außerhalb von Metropolen – mit guter Infrastruktur, ÖPNV- sowie Pendleranbindung.

Fazit der Woche: Chancen entstehen bei Neubauprojekten im Umland

Die Signale dieser Woche zeigen: Die Immobilien-Woche zeigt ein klares Bild: Der Wohnungsmarkt bleibt angespannt, aber die Nachfrage ist da. Kaufpreise stabilisieren sich allmählich.

Genau diese Entwicklungstendenz schafft trotz aller Hürden auch Chancen – vor allem dort, wo neuer Wohnraum zügig, bezahlbar und gut angebunden entsteht.

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Title Image:   © KI-generierte Visualisierung

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