Auch in dieser Woche bewegt sich viel auf dem deutschen Immobilienmarkt. Ende März 2026 zeigt gibt es erste Erholungstendenzen: steigende Baugenehmigungen, stabile Finanzierungsperspektiven für Käufer, neue Steuerchancen beim Abschreiben (AfA) und politische Impulse prägen die Woche.
- News 1: Lebenszeichen vom Neubau – Baugenehmigungen steigen spürbar
- News 2: Bauzinsen bleiben stabil – aber mit Aufwärtspotenzial
- News 3: Neue Eigentumsdynamik dank Debatte über Grunderwerbsteuer
- News 4: Makrolage wird zum Erfolgsfaktor – Immobilienmarkt 2035
- News 5: Neues Steuer-Tool erleichtert die höhere Immobilien-Abschreibung
- Fazit der Woche: Der Markt dreht – Stabilisierung mit neuen Chancen
Was das für Käufer, Vermieter und Investoren bedeutet – die wichtigsten Entwicklungen der neuen Immobilienwoche im Überblick.
News 1: Lebenszeichen vom Neubau – Baugenehmigungen steigen spürbar
Der Wohnungsneubau sendet ein wichtiges Signal: Die Zahl der genehmigten Wohnungen ist im Januar 2026 um 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen – auf insgesamt 19.500 genehmigte Objekte. Zu diesem Ergebnis kommt das Statistische Bundesamt (Destatis). Besonders dynamisch entwickelten sich Zweifamilienhäuser (26,1%), gefolgt von Einfamilienhäusern (12,6%) sowie Mehrfamilienhäusern (7,1%). Damit setzt sich der positive Trend monatlicher Zuwachsraten von Baugenehmigungen fort.
Warum das wichtig ist: Steigende Baugenehmigungen sind ein zentraler Frühindikator für die künftige Bautätigkeit. Sie bilden die Basis für mehr Neubau in den kommenden Jahren. Für Immobilienkäufer sowie Projektentwickler bedeutet das: Der Markt bleibt weiterhin in Bewegung – und neue Vorhaben werden planbarer.
News 2: Bauzinsen bleiben stabil – aber mit Aufwärtspotenzial
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag entschieden, die Leitzinsen stabil zu halten. Damit liegt der europäische Leitzins, seit Mitte 2025 unverändert, bei 2,0 %. Der Hauptrefinanzierungssatz (MRO), zu dem sich Banken Geld gegen Sicherheiten bei der Notenbank leihen können, beträgt damit 2,15 %. Angesichts steigender Inflationsrisiken mahnt die EZB weiterhin zur Vorsicht. Gleichzeitig bewegen sich die Bauzinsen – infolge geopolitischer Unruhen im Nahen Osten – bereits in Richtung 4-Prozent-Marke (wir berichteten).
Spannend für Käufer ist: Noch haben nicht alle Banken ihre Konditionen vollständig angepasst. Der Kreditvergleich lohnt sich weiterhin. Eine Analyse von FMHX zeigt, dass durch gezielte Vergleiche Einsparungen von rund 0,3 Prozentpunkten möglich sind.
Warum das wichtig ist: Die aktuelle Phase eröffnet Chancen für gut vorbereitete Käufer. Wer Angebote vergleicht und flexibel agiert, kann sich weiterhin attraktive Finanzierungskonditionen sichern – trotz generell steigender Bauzinsen.
News 3: Neue Eigentumsdynamik dank Debatte über Grunderwerbsteuer
Die Diskussion rund um eine mögliche Reform der Grunderwerbsteuer gewinnt deutlich an Fahrt. Die erhobenen Steuern auf den Immobilienkauf – max. 6,5 % der Kaufsumme – unterscheiden sich je nach Bundesland.
Damit der Eigentumserwerb wieder erschwinglicher wird, hat sich nun ein breites Bündnis aus Verbänden, Ökonomen und Verbraucherschützern zusammengeschlossen. Deren Vertreter fordern baldige Reformen, darunter finanzielle Entlastungen für Erstkäufer von Immobilien. Außerdem werden Modelle zur Anrechnung bei Immobilienwechseln für bereits Besitzende diskutiert.
Studienergebnisse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigen: Eine reduzierte Grunderwerbsteuer könnte die Bautätigkeit in Deutschland spürbar ankurbeln sowie den Zugang zu Wohneigentum erleichtern. Der Blick reicht indes auch über den Tellerrand – zu internationalen Modellen wie Freibeträge oder progressive Tarife.
Warum das wichtig ist: Die Politik erkennt zunehmend die Bedeutung von Eigentumsbildung. Sollte es zu Reformen kommen, könnten Kaufnebenkosten sinken, was ein entscheidender Hebel für mehr Transaktionen und Neubau ist.
News 4: Makrolage wird zum Erfolgsfaktor – Immobilienmarkt 2035
Eine neue Prognose des IW – im Auftrag des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken – beweist: Der deutsche Immobilienmarkt entwickelt sich regional immer stärker auseinander. Während Metropolregionen sowie gut angebundene Umlandkreise wachsen, geraten strukturschwächere Regionen unter Druck.
Entscheidend ist künftig weniger „Stadt oder Land“, sondern die wirtschaftliche Anbindung und Entwicklungsperspektive eines Standorts vor Ort (Makrolage).
Warum das wichtig ist: Für Investoren wird die Standortanalyse noch wichtiger. Gleichzeitig entstehen klare Chancen in wachstumsstarken Regionen – insbesondere dort, wo Neubau auf hohe Nachfrage trifft.

News 5: Neues Steuer-Tool erleichtert die höhere Immobilien-Abschreibung
Das Bundesfinanzministerium (BFM) stellt Immobilienkäufern sowie Investoren ab sofort eine neue Arbeitshilfe für die Berechnung der steuerlichen Abschreibung (AfA) zur Verfügung. Das BFM-Excel-Tool inklusive standardisierter Anleitung hilft jetzt jedem Eigentümer kostenlos, die Kaufpreisaufteilung von Immobilien einfacher und transparenter zu berechnen.
Hintergrund ist die höchstrichterliche Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs. Je höher der Gebäudeanteil am Kaufpreis angesetzt wird, desto größer ist die jährliche Abschreibung – und damit der steuerliche Vorteil. Die korrekte Aufteilung zwischen Grundstück und Gebäude spielt dabei eine zentrale Rolle.
Warum das wichtig ist: Mit dem neuen Tool schafft das BMF mehr Klarheit sowie eine verlässliche Grundlage für die Berechnung, die auch gegenüber Finanzämtern Bestand haben soll. Damit können private Käufer sowie Einstiegsinvestoren auf einfache Art die AfA geltend machen.
Außerdem eröffnet sich ein konkretes Optimierungspotenzial: Eine saubere Kaufpreisaufteilung kann die Steuerlast spürbar senken und die eigene Rendite verbessern.
Fazit der Woche: Der Markt dreht – Stabilisierung mit neuen Chancen
Die Signale dieser Woche zeigen: Der deutsche Immobilienmarkt arbeitet sich – trotz geopolitischer Krisenherde – Schritt für Schritt aus der Unsicherheit heraus. Steigende Baugenehmigungen, neue politische Initiativen und Chancen bei der Finanzierung sowie konkrete steuerliche Verbesserungstools schaffen ein Umfeld, das wieder zuverlässiger wird.
Entscheidend ist: Der Markt stabilisiert sich – und eröffnet wieder Perspektiven für Investoren, Entwickler und Eigennutzer. Ein vorsichtiger Aufbruch am Immobilienmarkt.
Die Immobilienwoche zeigt: Der Wohnungsmarkt bleibt in Bewegung – und Chancen entstehen oft genau dann, wenn andere noch zögern.
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| Title Image: | Josh Olalde / unsplash |