In unserer neuen Reihe „Hidden Gems“ stellen wir aufstrebende Wohnlagen in deutschen Metropolen vor, in denen die Immobilienpreise (noch) moderat sind und sich gute Kaufoptionen ergeben dürften. Dieses Mal geht es in den Norden, nach Hamburg Altona-Nord.
Bei „Altona“ denken die meisten an Sternschanze, hippe Cafés und topsanierte Denkmalschutzgebäude. Keine Frage, Altona und besonders der gleichnamige Stadtteil, ist einer der beliebtesten Bezirke in der Hansestadt. Weniger bekannt und man möchte sagen – auch beliebt – ist hingegen der Stadtteil Altona-Nord. Nach Ansicht von Marktexperten könnte sich das in den nächsten Jahren ändern.
Nicht wenige Hamburgerinnen und Hamburger verbinden den Stadtteil mit Gewerbe, schmuddeligen „Lost Places“ und eindeutig zu viel Grau. „Ungemütlich“ und „dreckig“ gab das Hamburger Abendblatt im Frühjahr 2025 die Stimmung in den sozialen Medien zum Stadtteil wieder. Ein Grund für die Stadt Hamburg, sich zumindest mit dem nordöstlichen Teil des Viertels (u.a. Eimsbütteler Straße und Max-Brauer-Allee) näher zu beschäftigen und eine Problem- und Potenzialanalyse in Auftrag zu geben.
Neue Infrastrukturprojekte in Altona-Nord
Positive Stimmen zu Altona-Nord gibt es natürlich auch und sie werden mehr: Von Top-Anbindungen ist die Rede – etwa über den neuen Fernbahnhof Diebsteich, der das gesamte Viertel extrem aufwerten soll – von pulsierendem Leben und kreativer Vielfalt.
Der Mix aus Altbaucharme und Neubauten, szenigen Läden und ausgefallenen Restaurants begeistert Eigennutzer, die ein lebendiges Umfeld zu schätzen wissen. Neue Infrastrukturprojekte wie das Deutsch Französische Gymnasium nahe der S-Bahnstation Königstraße sollen die Lage auch für Familien aufwerten und Wohnbauprojekte in der Umgebung fördern.

Kapitalanleger schätzen, dass sich Altona-Nord permanent weiterentwickelt und somit eine beachtliche Wertsteigerung in den kommenden Jahren erzielen dürfte. Zu den weit über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannten Infrastruktur-Projekten zählt auch die Verlegung vom Bahnhof Altona nach Altona-Nord.
Dieser Bahnhof wird eine bedeutende Rolle bei der geplanten Entwicklung von Altona-Nord spielen und ein „visionäres Wahrzeichen“, nicht nur für Altona, sondern für die gesamte Hansestadt werden. Bis zur geplanten Fertigstellung in 2027 wird an der jetzigen S-Bahnstation Diebsteich ein Regional- und Fernbahnhof inklusive modernem Empfangsgebäude gebaut. Auf dem Gelände des ehemaligen Bahnhofs Altona wird ab 2027 der zweite Bauabschnitt des riesigen Neubau-Quartiers „Neue Mitte Altona“ mit weiteren 1.900 Wohnungen realisiert. Die 1.600 Wohneinheiten im 1. Bauabschnitt sind bereits fertiggestellt und zum größten Teil bezogen.
Revitalisierung ThyssenKrupp Schulte-Gelände
Die Neue Mitte Altona ist eines der größten Neubauprojekte in Altona-Nord – und bei weitem nicht das Einzige. An der Waidmannstraße wird das ehemalige ThyssenKrupp Schulte-Gelände revitalisiert. Unter anderem entstehen eine Musikhalle und ein Fußball-Regionalliga-Stadion mit Platz für bis zu 5.000 Besucherinnen und Besucher. Außerdem werden Industriebauten auf dem Areal neu genutzt. Bis spätestens 2030 sollen die Pläne umgesetzt sein und sich die Türen der neuen Nutzungen für die Öffentlichkeit öffnen. Auch dieses Projekt dürfte das Gesicht von Altona-Nord verändern.
Das Entwicklungsprojekt Holsten-Areal
Ebenfalls top angebunden, unweit der S-Bahn-Haltestelle Holstenstraße, entsteht das Entwicklungsprojekt Holsten-Areal. Aufgeteilt auf 10 Baufelder soll das Quartier Wohnen, Arbeiten, Gastronomie und Einzelhandel miteinander verbinden. Geplant sind 1.200 Neubauwohnungen, davon 36.550 m² gefördert und 33.550 m² frei finanziert. Die Fertigstellung ist für 2027 avisiert.
Altona-Nord – Pluspunkte für Eigennutzer und Kapitalanleger
Die gute Anbindung an die Innenstadt, die sich nach Vollendung des neuen Regional- und Fernbahnhofs am Diebsteich noch einmal verbessern wird, sowie die sich ebenfalls ständig im Ausbau befindende Infrastruktur machen Altona-Nord zu einem vielversprechenden Standort für Eigennutzer, die lebendige Vielfalt schätzen.

Singles setzen auf abwechslungsreiche Kulturangebote und gut erreichbare Ausgehmöglichkeiten sowie die Nähe zur Hamburger City, nach Ottensen und Eimsbüttel. Familien profitieren von einem guten Angebot an Kitas und Schulen und Freizeitmöglichkeiten.
- Sehr gute Infrastruktur mit Geschäften für jeden Bedarf
- Familien: umfangreiches Angebot an Schulen und Kitas
- Abwechslungsreiches Kulturangebot und Ausgehmöglichkeiten
- Kurze Wege in die Innenstadt und zur Elbe
- Familienfreundliche Neubau-Quartiere wie die „Neue Mitte Altona“
Perspektivisch denkende Kapitalanleger sehen die wachsende Anzahl an Infrastrukturprojekten sowie großvolumige neue Stadtquartiere wie das geplante Holsten Areal als Indiz für die wachsende Wertsteigerung des Viertels. Die Nähe zu hippen Vierteln wie Eimsbüttel und die kurzen Wege in die Innenstadt sorgen für eine wachsende Nachfrage an Mietern und damit gute Renditeaussichten.
- Stabile Mieteinnahmen durch zentrale Lage und gute Anbindung
- Starke Nachfrage von jungen Berufstätigen und Familien
- Wertsteigerungspotenzial durch zahlreiche neue Bauvorhaben und Infrastrukturprojekte
Das Preisniveau für Eigentumswohnungen in Altona-Nord ist einem aktuellen Bericht des Handelsblatts zufolge im 1. Quartal 2025 im Vergleich zum 4. Quartal 2024 um 0,5 % auf 7.680 EUR gestiegen. Das Maklerunternehmen Engel & Völkers meldet im aktuellen Marktbericht durchschnittliche Quadratmeterpreise um die 7.754 EUR in Altona-Nord (Eigentumswohnungen). Noch liegen die durchschnittlichen Quadratmeterpreise also knapp unter der 8.000er Marke. Wie lange das noch so bleibt, ist fraglich, denn Altona-Nord entwickelt sich extrem und gewinnt zunehmend an Popularität. Wirf deshalb am besten heute schon einen Blick auf die Neubauwohnungen in Hamburg-Altona.
Title Image: | Abendstimmung an der Elbe: Pixabay/RenspicsPhotography |