Die katzengerechte Neubau-Wohnung

Die katzengerechte Neubau-Wohnung

Auf der Hitliste der beliebtesten Haustiere in Deutschland steht die Katze nach wie vor auf Platz 1. Wenn auch du mit dem Gedanken spielst, dir einen Zimmertiger in die Wohnung zu holen, kommen jetzt die besten Tipps zur Gestaltung der katzengerechten Neubau-Wohnung.

Laut Gesetz ist das Halten von kleineren Haustieren in Eigentumswohnungen kein Problem und kann von Wohnungseigentümergemeinschaften nicht verboten werden, solange die Tiere andere Hausbewohner nicht stören.

Was die Größe der neuen Wohnung betrifft, lässt sich in Bezug auf Katzenhaltung sagen: je größer desto besser. Katzen lieben Auslauf. Deshalb ist ein kleines Apartment für den Vierbeiner suboptimal. Gut geeignet hingegen sind Wohneinheiten mit mindestens zwei bis drei Zimmern, denn so wird es der Katze nicht langweilig und sie genießt viel Bewegungsfreiheit. Ideal ist der aktuelle Trend zu offenen Wohn- Koch-Essbereichen und flexiblen Grundrissen, die zahlreiche Neubauwohnungen auszeichnen.

Ein Platz am Fenster ist für neugierige Katzen in der Neubau-Wohnung wichtig. MajitoPanquesito/pixabay

Katzen lieben es, Neues zu entdecken und zu beobachten. Ein Platz auf der Fensterbank sollte deshalb für das „Katzenfernsehen“ freigehalten werden. Auch mit einer naturnahen Deko und Spielzeug wie Tannenzapfen und Zweigen fühlen sich Hauskatzen meistens wohl.

Ein weiteres „Muss“ für deinen geliebten Vierbeiner sind Klettermöglichkeiten an den Wänden. Das können einfache Holzregale sein, auf denen die Katze balancieren kann oder auch Schränke und Blumentreppen.

Apropos „Blumentreppe“: Achte darauf, welche Zimmerpflanzen du für deine Wohnung auswählst. Nicht wenige davon sind giftig und können sich auf den Stubentiger tödlich auswirken. Vorsicht ist unter anderem geboten bei Oleander, Gummibaum, Farn und Efeu. Informiere dich im Vorfeld gut über giftige und ungiftige Zimmerpflanzen für Katzen.

Katzengras hingegen – ebenfalls im Tierhandel erhältlich – ist ein Muss für jede katzengerechte Neubau-Wohnung. Das Kauen des Grases hilft dem Vierbeiner bei der Verdauung und ist gerade für Wohnungskatzen, die kein „richtiges Gras“ in der freien Natur knabbern können, unabdingbar für die Gesundheit.

Katzengras: gesund und beliebt bei Samtpfoten. Bild: mowli/pixabay

Klettern – Kratzen – Verstecken in der Neubau-Wohnung

Zurück zu den Klettergelegenheiten für die Katze: Wie auch das Katzengras, gehört der Kratzbaum zum Grundinventar bei der Gestaltung des katzengerechten Domizils. Wo der Kratzbaum fehlt, sehen Teppiche und Möbel schnell alt aus, denn hier schärft das Tier ersatzweise seine Krallen. Ein guter Kratzbaum zeichnet sich nicht zuletzt dadurch aus, dass er dem Tier mehrere Beschäftigungsmöglichkeiten bietet und hoch genug ist.

Ohne Kratzbaum geht in der katzengerechten Neubau-Wohnung nichts. Bild: fr1953/pixabay

Neben dem Sisalstamm mit seinen Kratzgelegenheiten ist die Plattform auf der obersten Etage bei vielen Katzen als Ruheplatz beliebt. Ergänzend oder alternativ kann ein Karton, neben der Kratzgelegenheit platziert, ein beliebter Höhlenersatz sein. Denn auch das lieben Katzen in den eigenen vier Wänden: eine Versteckmöglichkeit.

Beliebte Verstecke sind Schreibtisch-Schubladen, Waschmaschinen und Trockner. Deshalb gilt: lieber einmal mehr vor dem Wasch- oder Trockengang in die Maschine geschaut. Nicht selten steckt der vierbeinige Mitbewohner in der Wäsche. Glück haben Käufer von neuen Wohneinheiten, die über einen (abschließbaren) Hauswirtschaftsraum für Waschmaschine und Trockner verfügen.

Eine katzengerechte Wohnung muss viele Funktionen auf einmal bieten: Kletter- und Kratzmöglichkeiten, Ruhezonen, gemütliche Plätze am Fenster und genügend Auslauf. Die meisten Neubauwohnungen verfügen über großzügige Freiflächen, auf denen der Vierbeiner herumspazieren, beobachten und sich sonnen kann.

Nicht unbedingt eine optische Augenweide, aber ein nützliches Element zur Sicherung deiner Katze ist der Katzendraht auf dem Balkon. Foto: Alexas_Fotos/pixabay

Wichtig ist, am Balkon einen Katzendraht zu befestigen, damit die Katze nicht herunterfallen, sich verletzen oder fortlaufen kann. Je nach Größe des Tieres, sind Katzendrähte mit verschiedenen Maschengrößen erhältlich. Eine Katzenklappe am Balkon sorgt dafür, dass die Hauskatze, wann immer sie will, den Weg nach draußen findet. 

Gefahrenquellen für Katzen in der Neubau-Wohnung

Außer giftigen Zimmerpflanzen und nicht gesicherten Balkonen gibt es weitere Gefahrenquellen für den Vierbeiner, zum Beispiel gekippte Fenster. Lass deinen neuen Mitbewohner nicht allein, wenn ein Fenster gekippt ist. Nicht wenige Katzen haben sich dadurch stranguliert oder sind übel gestürzt. Deshalb sind ein Katzenschutznetz oder ein kleines Gitter vor dem Fenster auch hier eine sichere Möglichkeit, um das Tier vor ernsthaften Verletzungen zu bewahren. 

Mögliche Gefahren für deine Katze in der Wohnung
  • Giftige Zimmerpflanzen
  • Ungesicherte Balkone
  • Gekippte Fenster
  • Offene Waschmaschinentrommeln
  • Leicht zu öffnende Wohnungstüren

Katzen sind neugierig und wollen prinzipiell wissen, was vor der Wohnungstür passiert. Oft sind sie erfindungsreich und es gelingt ihnen, Türklinken herunter zu drücken und die Wohnung zu verlassen. Um sicherzugehen, dass der vierbeinige Mitbewohner nicht auf Wanderschaft geht, entscheiden sich nicht wenige Immobilienkäufer mit Katze für das Anbringen eines Türknopfes anstatt der Klinke.

Sofern genügend Auslauf, Abwechslung und Sicherheit für die Katze gegeben sind, spricht wenig dagegen, dass sich dein Vierbeiner in der Neubauwohnung wohl fühlt. Übrigens: Ähnlich wie Menschen bevorzugen es die meisten Katzen, die Wohnung mit Artgenossen zu teilen. Deshalb bezieht nicht selten nach dem Einzug der ersten Katze eine weitere Mieze im Neubau-Domizil Quartier.

Oft ist das kein Problem, manchmal jedoch stören sich Miteigentümer daran, wenn ihre Nachbarn ein Tier halten. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn die Katze auf eigene Faust auf Entdeckertour geht und fremde Wohnungen erkundet oder tagsüber lange und laut miaut. Häufig entscheidet dann die Wohnungseigentümergemeinschaft, wie mit der Situation umzugehen ist. 

Dieser Beitrag erschien erstmals am 10. Januar 2020 und wurde aktualisiert am 14. Juli 2025.

Title Image:   Danai Jetawattana / iStock

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