Ferien-Immobilie und Familie

Tipps zum Kauf einer Ferien-Immobilie

Eine Finca an der Costa del Sol, eine Blockhütte in den Schweizer Alpen oder ein Apartment auf Sylt. Viele Menschen träumen davon, den wohlverdienten Urlaub an ihrem Lieblingsort in den eigenen vier Wänden zu genießen. In diesem Beitrag finden Sie Tipps zum erfolgreichen Kauf Ihrer Ferien-Immobilie.

Damit der Traum von einem Feriendomizil nicht zu einem Albtraum wird, muss vor dem Kauf eine elementare Frage geklärt werden: Wie wird die Immobilie eigentlich finanziert? Lesen Sie in diesem Post, welche Punkte und Vorab-Überlegungen beim Kauf einer Ferien-Immobilie eine Rolle spielen. Wollen Sie zum Beispiel selbst längere Zeit im Ferien-Domizil wohnen oder die Immobilie permanent vermieten? Wie sinnvoll ist es, eine Betreiber-Gesellschaft oder Verwaltung hinzuzuziehen? Mehr dazu und Tipps zum Kauf Ihrer Ferien-Immobilie lesen Sie im Anschluss.

Vor dem Kauf der Ferien-Immobilie: Das Budget checken

Kreditzahlungen, Hypotheken, Steuern und und und – eine Immobilie ist mit immer wiederkehrenden Kosten verbunden. Deshalb ist es unumgänglich, sich mit der eigenen Finanzlage auseinanderzusetzen. Neben dem verfügbaren Eigenkapital auf dem Konto ist es ratsam, eine sogenannte Haushaltsrechnung durchzuführen. Dabei werden die monatlichen Haushaltseinkommen mit den monatlichen Haushaltsausgaben gegengerechnet. Die Differenz ergibt dann die höchstmögliche monatliche Rate, die für den Immobilienkauf aufgewendet werden kann. Diese Rechnung offenbart auch, in welcher Preisklasse das Ferienhaus bzw. die Wohnung liegen darf, um sich finanziell nicht zu übernehmen.

Ein Ferienhaus auf Sylt gilt als Top-Kapitalanlage und guter Tipp für eine Ferien-Immobilie. Bild: Pixabay/Hans

Markt-Überblick zu Ferien-Immobilien

Bei der Suche nach einer geeigneten Ferien-Immobilie ist es hilfreich, sich am bevorzugten Standort einen Überblick über den Immobilienmarkt zu verschaffen. Wenn man bereit ist, Kompromisse in Bezug auf die Wohnlage einzugehen, lässt sich eine Menge Geld sparen. Es lohnt sich, eine Liste mit allen verfügbaren Immobilien zu erstellen und diese miteinander zu vergleichen.

Gute Voraussetzung für die Finanzierung

Wer bereits ein Haus oder eine Wohnung sein Eigen nennt und im besten Fall auch abbezahlt hat, hat das Vertrauen der Banken auf seiner Seite. Denn vorhandenes Wohneigentum kann mit einer Hypothek belastet werden und somit eine weitere Immobilie finanzieren. Für den Kreditgeber bedeutet das eine höhere Sicherheit, sodass dieser oftmals bessere Rahmenbedingungen auf den Immobilienkredit gewährt, etwa einen niedrigeren Zinssatz.

Die Basis für den erfolgreichen Immobilienkauf ist die Kalkulation. Bild: pixabay/ Rudy und Peter Skitterians

Ferien-Immobilie kaufen: Verschiedene Angebote einholen

Wer allerdings kein Wohneigentum besitzt oder auf diesem schon eine Hypothek laufen hat, muss den Traum vom eigenen Ferienhaus trotzdem noch lange nicht aufgeben. Denn es gibt Alternativen, um einen Immobilienkredit zu bekommen. Dafür sollte man sich die Zeit nehmen und nach verschiedenen Angeboten Ausschau halten. So gibt es eine Vielzahl klassischer Bankkredite. Diese reichen von einfachen Ratenkrediten bis hin zu spezifischen Rahmenkrediten. Banken und unabhängige Finanzierer bieten hierfür Beratungstermine an, in denen sie über die verschiedenen Kreditarten im Hinblick auf das eigene Budget aufklären.

Kredite für den Immobilienkauf

Ein Ratenkredit ist ein Kredit, bei dem die Rückzahlung in fest vereinbarten, gleichbleibenden Raten über eine feste Laufzeit erfolgt. Dabei sind je nach Vereinbarung auch außerordentliche Rückzahlungen, sogenannte Sondertilgungen, möglich.

Bei einem Rahmenkredit wird das Geld nicht auf einmal ausbezahlt. Es ist quasi ein Kredit auf Abruf. Die Bank stellt dabei einen beliebig hohen finanziellen Puffer bereit, auf den man über ein Kreditkonto jederzeit nach Belieben zugreifen kann. Anders als beim Ratenkredit kann der Darlehensnehmer von Monat für Monat selbst entscheiden, wieviel er an den Kreditgeber zurückzahlt. Gesamttilgungen sind dabei auch fast immer möglich.

Einnahmen durch Vermietung

Die meisten Ferien-Immobilien werden nicht durchgehend von ihren Eigentümern bewohnt, sondern meistens nur während ihres Urlaubs. Ein Großteil des Jahres steht die Immobilie somit leer und könnte an andere Menschen vermietet werden. Das generiert zusätzliche Einnahmen. So finanziert sich das Haus zum Teil sogar selbst. Und wenn die Immobilie mindestens 75 Prozent des Jahres vermietet wird, kann der Eigentümer sogar steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten geltend machen. Dabei werden die Betriebsausgaben mit den Mieteinnahmen verrechnet. Doch Vorsicht: Das Finanzamt verlangt eine Gewinnprognose über 30 Jahre und erwartet, dass langfristig zu versteuernde Gewinne erzielt werden.

Guter Tipp zum Kauf einer Ferien-Immobilie: Eine Wohnung mit Blick auf den See. Bild: pexels/Inti Tupac

Top-Kaufkriterium für die Ferien-Immobilie: die Vermietbarkeit

Bevor man sein Feriendomizil als Einnahmequelle verwenden kann, muss vorab geklärt werden, ob dieses überhaupt vermietet werden darf. Befindet sich die Immobilie etwa in einem reinen Wohngebiet oder liegt ein Zweckentfremdungsverbot vor, ist deren Vermietung nur mit einer Genehmigung erlaubt. Oftmals lohnt sich ein Blick in den örtlichen Bebauungsplan.

Mit oder ohne Betreiberkonzept vermieten

Steht einer Vermietung rechtlich nichts im Wege, hat der Eigentümer die Wahl, dies mit oder ohne Betreiberkonzept zu tun. Ein Betreiber kümmert sich dabei um die Vermietung, Verwaltung und Pflege. Mit diesem Modell kann der Eigentümer ohne großen Aufwand hohe Renditen von bis zu 6 Prozent erzielen. Dabei gilt es allerdings zu beachten, dass die eigene Immobilie nicht selbst bewohnt werden sollte, um eine möglichst hohe Auslastung und somit ein Maximum an Mieteinnahmen zu erreichen. Wenn man ohne Betreiberkonzept vermieten möchte, werden alle Aufgaben vom Eigentümer selbst übernommen. So verbringt man automatisch mehr Zeit an seinem Traumort, verliert dabei jedoch an Einnahmen.

Ferien-Immobilie kaufen ohne vor Ort zu sein

Hat man die Ferien-Immobilie seiner Träume endlich gefunden, muss nur noch der Kauf vollzogen werden. Damit man aber nicht ständig viel Zeit, Stress und Geld für unnötige Vor-Ort-Termine aufbringen muss, ist es ratsam, im Zielland einen Anwalt mit der Überwachung des Kaufprozesses und der anschließenden Beurkundung zu beauftragen. Denn dieser ist nicht nur der dortigen Sprache mächtig, sondern bietet auch ein hohes Maß an Rechtssicherheit.

Titelbild: istock/Paul Bradbury

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