Neubau-Immobilien zunächst teurer – langfristig gespart 

Neubau-Immobilien zunächst teurer – langfristig gespart 

Der erste Blick auf den Kaufpreis lässt manchmal schlucken: Neubau-Immobilien kosten häufig deutlich mehr als vergleichbare Bestandsobjekte. Doch wenn du nur auf den Anschaffungspreis schaust, übersiehst du schnell das große Bild. Denn was zunächst nach einem Premium-Aufschlag aussieht, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als clevere Investition, die sich Jahr für Jahr auszahlt. Im Gegenteil zu Bestandsimmobilien, wo das tatsächliche Kostenpaket sich erst nach dem Kauf offenbart, gibt es beim Neubau so gut wie keine versteckten Kosten.  

Was sind versteckte Kosten der Bestandsimmobilie? 

Eine 20 Jahre alte Wohnung mag zunächst verlockend günstig erscheinen. Doch dann zeigt sich die Realität: Die Fenster sind undicht und müssen erneuert werden. Die Heizung arbeitet ineffizient und frisst Unmengen an Energie. Die Elektrik entspricht nicht mehr den heutigen Standards. Und dann wäre da noch die Fassadensanierung, die die Eigentümergemeinschaft für nächstes Jahr plant. 

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Nicht wenige Käufer von Bestandsimmobilien investieren in den ersten zehn Jahren auch mal weit über zehn Prozent des Kaufpreises in Renovierungen und Modernisierungen.  

Der Neubau-Vorteil: Moderne Effizienz von Tag eins 

Neubau-Immobilien hingegen punkten ab dem Einzug mit modernster Technik und Energieeffizienz. Dreifach-verglaste Fenster, optimierte Dämmung nach aktuellen EnEV-Standards und hocheffiziente Wärmepumpen oder Fernwärmeanschlüsse sorgen für drastisch reduzierte Nebenkosten. Während Eigentümer von Bestandsimmobilien nicht selten 3 bis 4 Euro pro Quadratmeter für Heizkosten zahlen, liegen die Werte bei Neubauten oft unter 1 Euro. 

Ein Baugerüst an einer Bestandsimmobilie.
Fassadenarbeiten an der Bestandsimmobilie. Kostenintensiv und manchmal auch langwierig. Bild: pixabay/MAKI_OREL

Bei einer 80-Quadratmeter-Wohnung bedeutet das eine jährliche Ersparnis von bis zu 2.400 Euro. Über 20 Jahre gerechnet sind das 48.000 Euro, die direkt in deiner Tasche bleiben, statt in veraltete Heizsysteme zu fließen. 

Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Eine Neubau-Eigentumswohnung kostet 450.000 Euro, eine vergleichbare Bestandsimmobilie 380.000 Euro. Die Differenz von 70.000 Euro wirkt zunächst erheblich. Doch rechnen wir weiter: 

  • Energiekosteneinsparung über 20 Jahre: ca. 48.000 Euro
  • Vermiedene Renovierungskosten in den ersten 10 Jahren: ca. 40.000 Euro
  • Keine Instandhaltungsrücklage für größere Reparaturen in den ersten Jahren: ca. 15.000 Euro   

Schon nach 15 bis 20 Jahren hat sich der Mehrpreis amortisiert – und du profitierst von einem modernen, zukunftssicheren Zuhause mit höherem Wohnkomfort und besserer Wertstabilität. 

Gilt bei allen Neubau-Immobilien eine Gewährleistung? 

Ein weiterer Faktor, der in der Kalkulation oft unterschätzt wird: die Gewährleistung. Bei Neubauten genießt du generell fünf Jahre Gewährleistung auf das gesamte Gebäude. Sollte etwas nicht funktionieren oder Mängel auftreten, springt der Bauträger ein. Kein nächtlicher Heizungsausfall, den du aus eigener Tasche bezahlen musst. Keine bösen Überraschungen bei der nächsten Hauptuntersuchung. Das ist pures Gold wert. Du schonst nicht nur deine Nerven, sondern vor allem dein Portemonnaie. 

Glückliche Familie in der Eigentumswohnung.
Im Neubau brauchen sich Käufer in den ersten fünf Jahren keine Gedanken über Instandhaltungskosten zu machen. Bild: pexels/Vlada Karpovich

Bei Bestandsimmobilien hingegen bist du vom ersten Tag an selbst verantwortlich. Und Murphy’s Law gilt leider allzu oft auch hier: Was kaputt gehen kann, wird kaputt gehen – meist genau dann, wenn der Zeitpunkt am ungünstigsten ist. 

Exkurs – Unterschiede Neubau und Bestandspreise in deutschen Regionen

Wie hoch die Preisunterschiede zwischen Bestands- und Neubau-Immobilien in Deutschlands Regionen sind, zeigt eine im Postbank Wohnatlas veröffentliche Studie von 2025, realisiert vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI).

Die größten Preisunterschiede sind der Studie zufolge in Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) zu finden. Dort lag die Differenz zwischen Neubau- und Bestandsimmobilie bei durchschnittlich 403.014 Euro. Verglichen wurden ca. 70 qm große Wohnungen im mittleren Preissegment. Gefolgt von gleich 3 Regionen in Bayern: dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen mit Preisunterschieden von 400.824 Euro, dem Landkreis Miesbach: 356.092 Euro und Erlangen: 283.106 Euro lagen hier im Schnitt zwischen Neubau- und Bestandswohnungen.

Was die Top 7-Städte betrifft, führt Stuttgart die Riege mit den größten Preisdifferenzen zwischen Bestand und Neubau an. (276.289 Euro mehr kostet die Neubauwohnung in der Schwabenmetropole im Schnitt), gefolgt von der Rheinmetropole Düsseldorf, wo der Neubaukauf mit 239.766 Euro mehr zu Buche schlägt.

Quelle: Postbank Wohnatlas

Zahlen sich teurere Energiestandards beim Neubau aus? 

Ein riesiger Vorteil von Neubau-Immobilien: Sie erfüllen bereits heute die Energiestandards, die morgen für alle gelten werden. Während Eigentümer älterer Immobilien in den kommenden Jahren kostspielige energetische Sanierungen durchführen müssen, um gesetzliche Vorgaben zu erfüllen, bist du als Neubau-Käufer auf der sicheren Seite. 

Eine Heizung und ein Taschenrechner sowie Geldscheine stehen für Energieersparnis beim Neubau.
Bewiesen: Im Neubau sparst du bares Geld bei Energiekosten. Bild: pixabay/ Geralt

Die EU-Gebäuderichtlinie und das Gebäudeenergiegesetz werden die Anforderungen hinsichtlich der Energieeffizienz in den nächsten Jahren weiter verschärfen. Wer heute einen Neubau kauft, investiert in eine Immobilie, die diese Anforderungen bereits erfüllt oder sie mit minimalem Aufwand erreichen kann.  

Neubau-Käufer nutzen Förderprogramme beim Kauf 

Mit Förderprogrammen im Neubau-Segment unterstützt der Staat Käufer von Neubau-Immobilien beim Start ins Wohneigentum. Je energieeffizienter die Immobilien sind, desto besser häufig die Konditionen für’s Förderdarlehen.

Was ist der Smart-Home-Pluspunkt beim Neubau?

Moderne Neubauten verfügen häufig über intelligente Haustechnik-Lösungen. Smart-Home-Systeme zur Heizungssteuerung, automatische Beschattung und effiziente Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung senken nicht nur die Betriebskosten, sondern steigern auch den Wohnkomfort erheblich. Diese Technologien nachträglich in eine Bestandsimmobilie zu integrieren, ist deutlich aufwendiger und teurer. 

Wertstabilität on top bei Neubau-Immobilien

Ein Aspekt, der oft unterschätzt wird: Neubau-Immobilien verlieren in den ersten Jahren kaum an Wert, während ältere Bestandsimmobilien kontinuierlich an Attraktivität einbüßen. Solltest du deine Immobilie eines Tages verkaufen wollen, profitierst du von besseren Wiederverkaufswerten. Energieeffiziente, moderne Immobilien sind auf dem Markt gefragter und erzielen höhere Preise. 

Neubauwohnung mit gemütlicher Einrichtung und Holzboden.
Wertstabilität, Energieeffizienz und keine Instandhaltung in den ersten Jahren machen die Kaufentscheidung leicht. Bild: unsplash/Rc CF

Fazit: Der Blick aufs Ganze zahlt sich aus 

Ja, Neubau-Immobilien haben ihren Preis. Doch wer langfristig denkt und rechnet, erkennt schnell: Der vermeintliche Mehrpreis ist eine Investition in Sicherheit, Komfort und finanzielle Planbarkeit. Statt über Jahre hinweg viel Geld in ein Fass ohne Boden zu stecken und ständig mit unerwarteten Kosten konfrontiert zu werden, kaufst du mit einem Neubau ein Rundum-Sorglos-Paket, das sich Jahr für Jahr bezahlt macht. 

So ist die Entscheidung für eine Neubau-Immobilie letzten Endes keine Frage des Prestiges, sondern eine der wirtschaftlichen Vernunft. Solltest du zu den Menschen gehören, die nicht nur heute, sondern auch morgen und übermorgen gut und günstig wohnen möchten, ist der Neubau mit Sicherheit die beste Wahl.  

FAQs 

Inwieweit lohnt sich der Neubaukauf im Vergleich zum Erwerb einer Bestandsimmobilie? 

Zwar ist die Bestandsimmobilie auf den ersten Blick um einiges günstiger als der Neubau – langfristig sparst du jedoch beim Kauf einer Neubauwohnung durch geringere Energiekosten, keine Modernisierungen und in der Regel auch keine Reparaturen in den ersten Jahren viel Geld.  

Welche Rolle spielen höhere Energiestandards für den Kostenfaktor einer Neubau-Immobilie? 

Die Energiestandards im Neubau sind in der Regel state of the art. Du musst nicht für viel Geld “nachrüsten” und sparst zudem durch gute Wärmedämmung einiges an Heizkosten.  

Was ist dran an der Wertstabilität beim Neubau? 

Viel. Denn eine energieeffiziente Neubau-Immobilie bekommst du mit ziemlicher Sicherheit später weitaus besser verkauft als eine Bestandswohnung. Der Wiederverkaufswert ist beim Neubau um einiges höher als bei älteren Gebäuden.  

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