Dem Immobilienmarkt 2026 steht ein Jahr der Verstetigung bevor. Immobilienkäufer haben sich an neue Preisniveaus gewöhnt und kompensieren dies durch mehr Eigenkapital. Der Eigentumserwerb lohnt sich weiterhin: Kaufpreise für Neubau-Immobilien steigen moderat, während Mieten rasant nach oben klettern. Unterstützung bieten Förderprogramme wie die wiederaufgelegte Effizienzhaus-55-Förderung. Bauzinsen tendieren 2026 nur leicht aufwärts, in Richtung der 4-Prozent-Marke.
- Wie stark steigen die Bauzinsen 2026?
- Wie entwickeln sich die Immobilienpreise am Immobilienmarkt 2026?
- Nachhaltiges Bauen 2026: Förderprogramm KfW 55 kehrt zurück – doch für wen?
- Digitalisierung, KI und nachhaltige Bauweisen: Was wird erwartet?
- Fazit: Wie stehen meine Chancen für den Immobilienkauf 2026?
- FAQ – häufige Fragen zum Immobilienmarkt 2026
Wie stark steigen die Bauzinsen 2026?
Am Jahresende 2025 liegen die Bauzinsen für 5- bis 10-jährige Zinsbindungen zwischen 3,7 und 3,9 %. Bei 15- und 20-Jahres-Darlehen gilt bereits z.T. die 4-Prozent-Marke mit 4,1 bis 4,3 %.
Die meisten Bankfachleute rechnen damit, dass die höheren Bauzins-Niveaus in Höhe von über 4 % bleiben. Ob Bauzinsen dann weiter steigen, wird sich im Laufe des Jahres zeigen. Immobilienfinanzierer rechnen mit leicht steigenden Zinsen für 2026.
Ursache dafür ist auch die zunehmende Staatsverschuldung durch das Sondervermögen für Infrastruktur (Bestandteil des Bundesfinanzpakets) und damit verbundene höhere Staatsanleihen.
Die Zinsen für zehnjährige Bundesanleihen sind nun auf 2,93 % gestiegen. Der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) bleibt voraussichtlich auch im ersten Halbjahr stabil bei 2,0 %. Die EZB schätzt zudem, dass die Inflationsrate, die wegweisend für mögliche EZB-Leitzinssenkungen ist, 2026 niedrig bleibt – bei 2,1 Prozent. Das minimiert zugleich das Risiko exorbitant steigender Bauzinsen. Vorerst wird sich der EZB-Leitzins nicht verändern. Die Europäische Zentralbank will zunächst die Inflation beim Zielwert von 2 % stabilisieren. Insofern bleiben auch deutsche Bauzinsen 2026 ebenfalls stabil, bei ca. 4 %.
Wie entwickeln sich die Immobilienpreise am Immobilienmarkt 2026?
Der Immobilienmarkt erholt sich 2026 Branchenfachleuten zufolge. Vor allem Kapitalanleger sind wieder vermehrt auf der Suche nach Immobilieninvestments. Die Nachfrage fällt stärker aus als noch vor Corona, während der Hochphase des Immobilienbooms. Wer investieren möchte, sollte wieder einen Blick auf spannende Bauprojekte werfen: neubau kompass bietet hierfür einen großen Neubau-Überblick über 1.800 aktuelle Projekte in Deutschland und Österreich.
Ein positives Signal sind zudem die gestiegenen Baugenehmigungen! Diese werden zwar erst 2027 für Angebotsentspannung und potenziell günstigere Kaufpreise auf dem Immobilienmarkt sorgen. Aber die neuen Projekte sind jetzt bereits in der Pipeline.

Insgesamt betrachtet, sinkt die Neubautätigkeit in Deutschland jedoch seit 2010. Daher verknappt sich auch erst einmal das Angebot am Immobilienmarkt 2026. Die Neubau-Kaufpreise ziehen im neuen Jahr 2026 moderat an. Fachleute rechnen mit Zuwachsraten zwischen 3 % und 4 % – je nach Lage.
Angesichts steigender Wertentwicklung von Immobilien sowie stark steigender Mieten lohnt sich der Wohnungs- und Hauskauf 2026 immer noch – vor allem für Kapitalanleger. Gut für alle, die Neubau vermieten: Sie dürfen 2026 mit höheren Mieteinnahmen rechnen, v.a. in großen Metropolen und in den Top-7-Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf. Dort werden Preissteigerungen zwischen 2 % und 5 % erwartet. Im Schnitt kostet der Neubaukauf aktuell 550.000 €.
Eine Immobilie kann zudem ein guter Bestandteil der Altersvorsorge sein: mietfreies Leben, permanente Wertsteigerung sowie Inflationsschutz. Reicht die Rente nicht aus, kann auch eine abbezahlte Immobilie unterstützen, indem sie verrentet wird. Auf neubau kompass erwartet dich eine große Auswahl an Neubau-Immobilien, die barrierearm und seniorenfreundlich ausgestattet sind. Schau dich gerne um!
Immobilienmarkt 2026 auf einen Blick – Prognose 2026:
- Bauzinsen (10 Jahre): ca. 4 %
- Kaufpreisentwicklung: +3-4 %
- Durchschnittlicher Neubaupreis: 550.000 €
- Mietpreissteigerung (Top-7): +2-5 %
Nachhaltiges Bauen 2026: Förderprogramm KfW 55 kehrt zurück – doch für wen?
Obwohl die Baugenehmigungen momentan einen Aufwärtstrend verzeichnen, ist das Bauziel für 2025 weit gefehlt. Daher braucht es weiterhin Neubauten, um dem Wohnungsbedarf für Deutschland abzudecken. Nun sollen das Comeback des Förderprogramms KfW 55 sowie die Premiere des vereinfachten Gebäudetyps E helfen.
Rahmenbedingungen der wiederaufgelegten Effizienzhaus-55-Förderung:
- Kredithöhe: bis 100.000 € pro Wohneinheit
- Effektivzins: ab 1,94 % (10 Jahre)
- Voraussetzung: 100 % erneuerbare Wärme
- Frist: max. 1-3 Jahre nach Zusage
Digitalisierung, KI und nachhaltige Bauweisen: Was wird erwartet?
Bauverantwortliche setzen nun häufig auf Smart-Home-Technologien für einen sparsamen Energieverbrauch. Die Künstliche Intelligenz (KI) kontrolliert und optimiert den Verbrauch automatisch. Ein Building Information Modeling (BIM) sowie KI-gestützte Planungsprozesse ermöglichen die präzisere Ressourcenplanung sowie eine effizientere Gebäudenutzung. Dadurch verringert sich der ökologische Fußabdruck von Neubauten.
Die Digitalisierung auf der Baustelle schreitet weiterhin voran: mit 3D-Druckern und 3D-Gebäude-Scans. Virtual-Reality (VR)-Besichtigungen sowie KI-gestützte Bewertungsverfahren gehören 2026 zum Standard für Immobilienkäufer. Außerdem entstehen mancherorts Smart-City-Konzepte mit intelligenten Infrastrukturen, digital vernetzten Wohnquartieren sowie smarten Mobilitätslösungen.

Wie verändert der Gebäudetyp E den Neubau 2026?
Der Gebäudetyp E ist Teil des Bauturbos und soll innovatives, kostengünstiges und einfaches Bauen ermöglichen – mit Verzicht auf Komfortausstattungen wie eine festgelegte Anzahl an Steckdosen. Serielle Herstellung senkt Herstellungskosten, ist für Kaufinteressierte erschwinglicher und steigert ferner die Rentabilität für Bauträger.
Welche Rolle spielen ESG-Kriterien beim Immobilienkauf?
Die Environmental-Social-Governance-(ESG)-Kriterien sind zwar freiwillig, gewinnen aber an Bedeutung. Immobilienerwerbende entscheiden sich 2026 angesichts steigender Baukosten bevorzugt für nachhaltige Immobilien. Hinzu kommt: Manche Bundesländer verschärfen die Klimaanforderungen – die Solarpflicht gilt 2026 auch in Nordrhein-Westfalen vollständig. Nur nachhaltige Gebäude profitieren von klimafreundlichen Förderprogrammen. Die Prognose: Nachhaltige Immobilien erzielen 2026 eine Wertsteigerung von 15-20 % gegenüber konventionellen Objekten.

Fazit: Wie stehen meine Chancen für den Immobilienkauf 2026?
2026 wird ein Jahr der Chancen für Immobilienkäufer. Mit einem guten Eigenkapital-Polster und einer guten Bonität ist vieles möglich für dich. Halte vor allem Ausschau nach Wohnungen oder Häusern, die eine hervorragende Energieeffizienz, fußläufige Infrastruktur und eine gut ausgebaute Anbindung an Großstädte aufweisen.
Gerade ist der Zeitpunkt ziemlich gut, um in den Immobilienmarkt einzusteigen, so Branchenfachleute.
Wo Lagen attraktiv und Mieten (zunehmend) tragfähig sind, bieten sich auch für Kapitalanleger lukrative Investments. Vielversprechende Standorte sind momentan: Berlin, München, Leipzig, Dresden, Hamburg, Frankfurt am Main, Augsburg, Freiburg im Breisgau, Darmstadt und Ulm.
Den gegenwärtigen Immobilienmarkt kennzeichnet eine allgemeine Angebotsknappheit an Mietwohnungen und fertiggestellten Neubauten. Also zögere am besten nicht zu lang, wenn du ein gutes Immobilieninserat siehst.
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Viel Glück und Freude bei deiner Immobiliensuche im neuen Jahr!
FAQ – häufige Fragen zum Immobilienmarkt 2026
Wie entwickeln sich die Immobilienpreise 2026 in deutschen Ballungszentren?
In den Top-7-Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf werden Preissteigerungen zwischen 2 % und 5 % erwartet. Bundesweit rechnen Experten mit einem moderaten Anstieg von 3-4 %.
Wie hoch sind die Bauzinsen 2026?
Die Bauzinsen pendeln sich bei rund 4 % ein – je nach Laufzeit zwischen 3,7 und 4,3 %
Was kann ich gegen steigende Bauzinsen tun?
Mehr Eigenkapital ansparen, um den Kreditbedarf zu senken. Alternativ: Ein Forward-Darlehen abschließen, um sich aktuelle Zinsen für einen späteren Kauf zu sichern.
Welche neuen Förderprogramme gibt es für nachhaltiges Bauen 2026?
Die Effizienzhaus-55-Förderung ist zurück. Das bedeutet, zinsverbilligte KfW-Kredite bis zu 100.000 € pro Wohneinheit. Die Voraussetzung hierbei: 100 % erneuerbare Wärmeerzeugung.
Inwiefern beeinflussen KI und Digitalisierung den Immobilienkauf 2026?
VR-Besichtigungen sowie KI-gestützte Bewertungsverfahren erleichtern Immobilieninteressierten die schnelle Einschätzung bzw. Kaufentscheidung. Smart-Home-Technologien minimieren später Betriebskosten sowie den eigenen ökologischen Fußabdruck.
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