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Immobilienmakler und Bauträger stellen seit einiger Zeit fest, dass der Ausstattungsstandard in Neubau-Immobilien immer höher wird. Was noch vor wenigen Jahren als „gehoben“ oder gar „exklusiv“ galt, ist mittlerweile Standard. Zugleich steigt die Nachfrage nach Luxuswohnungen stetig an. Mittlerweile macht die Luxuskategorie auf dem Immobilienmarkt über 0,5 Prozent des Bestandes aus. Die meisten exklusiven Domizile in Großstädten finden sich in München und Hamburg.

Noch liegt Berlin auf dem dritten Rang, allerdings verzeichnen Experten auch hier eine wachsende Nachfrage nach Luxusimmobilien. Weitere Top-Locations für Luxusimmobilien sind der Starnberger See, wo eine Nobelvilla schon einmal für rund 25.000 Euro pro Quadratmeter den Besitzer wechselt, und die Nordseeinsel Sylt.

Experten stellen fest, dass es insbesondere zwei Käufergruppen sind, sie sich für prestigeträchtige Eigenheime interessieren: sehr gut verdienende jüngere Menschen im Alter von Mitte Zwanzig bis Anfang Vierzig und Senioren, die bereits in Rente sind oder kurz vor der Rente stehen und sich einen „goldenen Lebensabend“ bereiten möchten.

Immobilienspezialist Oliver Klahn von LÜTHEN & CO IMMOBILIEN, der unter anderem das Luxusobjekt „7/SUITES“ vermarktet, beschreibt das Bedürfnis seiner Klientel folgendermaßen: „Jeder wünscht sich ein passendes Zuhause und sollte die Ziele verwirklichen können, für die er eventuell sogar sein Leben lang eingetreten ist. Die Eigentümer werden sich am exklusivsten Platz Hamburgs befinden, nicht weil sie es müssen, sondern nur weil sie es wirklich wollen.“ Die Luxuswohnung als Lebensziel – auch sie wird definiert von bestimmten Kriterien, zum Beispiel der Kaufsumme.

Eine Hauptdefinition von Luxuswohnungen: der Kaufpreis

Ein erstes Kennzeichen für Luxusimmobilien ist zweifellos der Preis: bereits ab einem Kaufpreis von ca. 750.000 Euro fallen Häuser unter die Kategorie „Luxus“, bei Eigentumswohnungen liegt die „magische Grenze“ bei ca. 5.000 Euro pro Quadratmeter, wobei anzumerken ist, dass dies in München zum Beispiel bereits einem Durchschnittspreis für Neubauwohnungen entspricht und hier die Luxuskategorie bei ca. 8.000 Euro beginnt. Die Grenzen sind nach oben hin offen: Quadratmeterpreise von 20.000 Euro und mehr, zum Beispiel am Starnberger See, sind keine Seltenheit mehr.

Ausstattungselemente in Luxusimmobilien

Wer eine exklusive Eigentumswohnung oder Villa erwerben möchte, kann anhand der folgenden Kriterien erkennen, ob es sich beim Wunschdomizil tatsächlich um eine Luxuswohnung handelt. Nicht immer umfasst ein Objekt alle diese Kriterien, die Mehrzahl davon sollte jedoch in jedem Fall enthalten sein.

Eigentumswohnungen der Luxuskategorie zeichnen sich in der Regel durch einen Hausmeister-Service und einen Concierge aus. Nicht selten verfügen die Häuser zusätzlich über Wellness- und Fitnesseinrichtungen oder gastronomische Angebote. Mehr als fünf bis sieben Wohneinheiten sind in einem exklusiven Mehrfamilienhaus nicht enthalten: die Bewohner schätzen die ruhige Abgeschiedenheit und möchten „unter sich sein“.

Neben der ruhigen Lage ist es die Privatheit, die Luxusimmobilien auszeichnet. Die Wohnung oder das Haus sollten uneinsehbar und durch Gärten oder eine raffinierte Verbauung vor neugierigen Blicken geschützt sein. Häufig bringt ein Privataufzug Bewohner und Besucher direkt in ihr Domizil. Auch Einbruchschutz spielt eine große Rolle: Sicherheitstüren, Alarmanlagen und gesicherte Fenster sind essenziell.

BUS-Systeme und Hightech als Luxuselemente

Was vielen noch als „Zukunftsmusik“ erscheint, fordern Besitzer von Luxuswohnungen nicht selten als Standard ein: im Zuge des vernetzten Hauses sollen BUS-Systeme Heizung, Licht, Lüftung, Klimaanlagen, Jalousien und Überwachungssysteme steuern. Die Geräte kommunizieren miteinander und können vom Besitzer der Wohnung oder des Hauses von jedem Ort aus per Handy, Tablet oder PC geschaltet werden.

Schlichtes Design in edelster Ausstattung: die Innenräume

Obgleich die Geschmäcker sehr verschieden sind, haben sich bei der Gestaltung der Innenräume in Luxusdomizilen feste Standards etabliert. So wird Wert gelegt auf eine edle Badausstattung mit Designerelementen, auf Marmor- oder Feinsteinböden im Bad, Vollholzparkett im Wohnbereich, großflächige Verglasungen, Küchen von renommierten Markenherstellern und wenn möglich, ein Bad en suite neben den Schlafzimmern.

Absolutes Luxuskriterium: die Lage

Weit mehr als noch vor einigen Jahren definiert sich die Luxuskategorie über die Lage der Objekte. Als „top“ gelten Wohnungen in Citynähe oder Häuser in einem ruhigen Villenviertel. Luxus-Wohnlagen in Hamburg sind zum Beispiel die HafenCity oder Uhlenhorst; in Berlin gelten die Friedrichstraße und generell Lagen in Mitte als „exquisit“, in München sind es altehrwürdige Villenlagen wie Bogenhausen, aber auch das „hippe“ Glockenbachviertel, welche die Preise in die Höhe treiben und Bauherren für Luxusimmobilien anziehen.

Zu beobachten ist, dass sich die Standards hinsichtlich der Ausstattung von Neubauwohnungen und Häusern permanent verändern und rasant weiter entwickeln, so dass sich nahezu davon ausgehen lässt, dass sich immer mehr von dem, was jetzt als „Luxus“ gilt, in fünf bis zehn Jahren in den Kategorien „Standard bis gehoben“ auf dem Immobilienmarkt finden wird.

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